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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 01:32 Uhr

Hilfe vernetzen und Angebote koordinieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Veranstaltung soll Willkommenskultur im Kreis bündeln

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 09:31 Uhr

Es kommen mehr und mehr Asylbewerber in den Kreis Steinburg. Und mit der Anzahl der Flüchtlinge wächst auch die Hilfsbereitschaft. Fußballgruppen, Begleitung bei Behörden- oder Arztbesuchen, die Versorgung mit Kleidung – die Liste der Angebote ist lang, die Willkommenskultur groß. Einzig die Abstimmung fehlt vielfach. Eine Koordination, was es im Kreis Steinburg bereits alles gibt, ein Überblick darüber, wer was wo und wie leistet.

Das soll jetzt anders werden. Auf Initiative von Pastor Willfrid Knees vom Verein Neues Ehrenamt haben sich zahlreiche Vereine, Verbände und Initiativen zusammengeschlossen. Herausgekommen ist die Veranstaltung „Neues Willkommen – Steinburg öffnet sich für Flüchtlinge“, die Mittwoch, 25. Februar, im Regionalen Berufsbildungszentrum statt findet. „Überall schießen Initiativen aus dem Boden. Es wird Zeit, dass das mal alles ein bisschen koordiniert wird“, sagt Lothar Schramm vom Bildungsbüro Steinburg+. Und Knees sieht noch ein anderes Problem: „Hilfe ist ganz toll. Aber meine Erfahrung ist, dass sich viele Überschätzen. Mir liegt daran, dass die Gutwilligen Realitätssinn gewinnen und dadurch länger dabeibleiben.“ Die Ehrenamtler müssten ihre Grenzen kennen – die eigenen und auch die gesetzlichen.

In fünf so genannten Themeninseln geht es um die Bereiche Ehrenamt, Alltagsprobleme, Menschlichkeit, Bildung sowie Arbeit und Wirtschaft. Bevor es in Gruppenarbeit geht, wird Andrea Dallek vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein einen Einführungsvortrag halten. Die Initiatoren erhoffen sich einen regen Austausch und möglicherweise zum Abschluss auch eine Übersicht, welche Angebote im Kreis bereits vorhanden sind. „Am wichtigsten ist es natürlich, dass es am Ende wirklich zu einem ehrenamtlichen Engagement kommt“, sagt Knees.

Die Veranstaltung im neuen Saal des RBZ dauert von 17 bis etwa 20 Uhr. „Ich würde mich freuen, wenn es wie eine Art Fest endet, mit Tanz, Gesprächen und Essen“, sagt Pastor Knees. Flüchtlinge, die eine Mitfahrgelegenheit benötigen, können sich an die Johanniter wenden: 04821/2638. Auch eine Kinderbetreuung wird angeboten.

>Neben dem Verein neues Ehrenamt beteiligen sich das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ), die Caritas, die Schulkooperative Arbeitsstelle im Kirchenkreis Rantzau/Münsterdorf, die Projektwerkstatt Inklusion, die Offene Kinder- und Jugendarbeit Itzehoe, die Volkshochschule Itzehoe, die Arbeiterwohlfahrt, das Christuszentrum, die Johanniter, die Diakonie, das Familienzentrum St. Ansgar und das Familiennetzwerk Kreis Steinburg.

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