Schüler-Wettbewerb : High-Tech-Spieluhr fürs Kinderbett

Ihre sprechende Puppe als Babyersatz stellte Jula Marit (9) Hjördis und  Berit Bouvain sowie Mia Lindemann  zur Verfügung. Hinten:  Team-Coach Stefan Seele (li.) und Lehrer Jens Steinfeld.
Ihre sprechende Puppe als Babyersatz stellte Jula Marit (9) Hjördis und Berit Bouvain sowie Mia Lindemann zur Verfügung. Hinten: Team-Coach Stefan Seele (li.) und Lehrer Jens Steinfeld.

Schülerinnen aus Brunsbüttel qualifizieren sich mit einem Technikprojekt für einen Bayer-Wettbewerb. Sie treten nun in Leverkusen an.

shz.de von
27. August 2014, 05:00 Uhr

Drei Zehntklässlerinnen des Brunsbütteler Gymnasiums haben es geschafft: Mia Lindemann und Hjördis sowie Berit Bouvain haben es geschafft. Sie sind unter den letzten zehn von 40 Schulteams, die sich an dem bundesweiten Bayer Schultechnikwettbewerb „Technikideen für eine bessere Zukunft“ beteiligt haben. Am 1. September werden die Schülerinnen aus der Schleusenstadt, gemeinsam mit einem Team der Gemeinschaftsschule, am Hamberg in Burg ihre technische Entwicklung im VIP-Bereich der Leverkusener Bayer Arena einer fachkundigen Jury vorstellen. 20 Minuten Zeit bekommt jedes Team, um ihre Wettbewerbsidee der Expertenjury zu präsentieren. Die beiden erstplatzierten Siegerteams gewinnen jeweils 5000 Euro für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an der eigenen Schule.

„Wir sind bereits jetzt Sieger, ganz egal, wie wir in Leverkusen abschneiden werden“, freut sich Jens Steinfeld. Denn für die Ausarbeitung der Wettbewerbsidee stand jedem Team unter anderen ein von der Bayer Cares Foundatioin und der Bayer Science & Education Foundation bereitgestelltes Projektbudget in Höhe von bis zu 1000 Euro zur Verfügung. Ferner darf jedes Finalteam eine Forschungseinrichtung seiner Wahl besuchen. „Unsere Schülerinnen haben sich für eine Fahrt in die Schweiz entschieden, wo sie das CERN besuchen möchten, das sich auf die physikalische Grundlagenforschung spezialisiert hat“, so der projektbegleitende Lehrer.

Präsentieren werden Mia Lindemann und Hjördis sowie Berit Bouvain eine weiterentwickelte Spieluhr für Kleinkinder, welche den Namen „Matahari“ bekommen hat. Gemeinsam mit einem von Bayer zur Seite gestellten Technik-Coach haben sich die Schülerinnen auch während der Sommerferien bis zu zwei Mal in der Woche getroffen, um ihre Wettbewerbsidee auszuarbeiten. „Die ersten Stunden haben wir zunächst einmal mit dem Projektmanagement befasst und geschaut, wie wir die Sache eigentlich angehen wollen. Was haben wir, was brauchen wir und wo können wir die Elemente einkaufen“, erklärt Stefan Seele, Leiter der elektrotechnischen Instandsetzung im Brunsbütteler Bayer-Werk und zuständiger Technik-Coach für das Mädchenteam.

„Unsere Spieluhr aktiviert sich eigenständig, sobald das Kind anfängt zu weinen. Es spielt dann eine akustische Aufzeichnung ab, beispielsweise ein von der Mutter eingesungenes Lied, sodass das Kind, beruhigt von der Stimme der Mutter, wieder einschlafen kann“, erklärt Hjördis Bouvain das Projekt. Sollte das Kind nach einer vorgegebenen Zeit nicht einschlafen, werden automatisch die Eltern über einen Empfänger benachrichtigt. Daneben kann die Spieluhr in Form eines Teddybären über Ultraschallsensoren das Bett überwachen. Sollte das Kind versuchen aus dem Bett zu klettern oder jemand unerlaubt in das Bett greifen, wird ebenfalls eine Nachricht an die Eltern übermittelt. Umgesetzt wurde die Idee unter anderen mit programmierbarer Legotechnik. Die drei 15-jährigen Mädchen mussten jedoch nicht nur die Programme für die Lego-Bausysteme entwickeln, sondern die verschiedenen Sensoren in das Stofftier einarbeiten. Derzeit wird an der Präsentation gearbeitet, denn natürlich gehört ein fundierter Hintergrund zu einer Produktvorführung, wenn man die Jury begeistern möchte.

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