400-Jahr-Feier : Hier ist das Glück zuhause

Befürworter und Referent der Glücksidee: Wilfried Grentzinger und Jo Gesing (re.)
Befürworter und Referent der Glücksidee: Wilfried Grentzinger und Jo Gesing (re.)

Arbeitskreis 400-Jahr-Feier in Glückstadt: Marketing-Experte Jo Gesing stellt seine Idee als einheitliches Motto vor.

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03. Juli 2014, 05:00 Uhr

„Glückstadt – hier ist das Glück zuhause.“ Ein Slogan, den Jo Gesing auf dem jüngsten Treffen für die Vorbereitungen zur 400-Jahr-Feier vorstellte. Der 61-Jährige Fachmann in Sachen Werbung hatte einen Vortrag vorbereitet. Sein zentrales Thema: „Glück.“ „Wir müssen eine Grundidee haben“, sagte Jo Gesing. „Wir brauchen eine Positionierung für Glückstadt und die 400-Jahr-Feier. Geklärt werden müssen die Fragen: Was ist unser Anliegen? Was soll bewegt werden? Wofür steht Glückstadt?“

Festgestellt hat er: „Glückstadt hat nicht wirklich einen Kern, der einzigartig ist.“ Sein Vorschlag, der bei fast allen Beteiligten großen Anklang fand: „Glück ist das Motto des Gründervaters“, bezog er sich auf den Namensgeber der Stadt, den dänischen König Christian IV. Dieses Motto müsse auch für die Veranstaltung gelten. Jo Gesing plädierte für mehr „Wir-Gefühl, mehr Leidenschaft und mehr Stolz“. Deshalb auch der Untertitel „Hier ist das Glück zuhause“. Dies umschließe alles, sonst hätte es Glückstadt nie gegeben.

Als Beispiele für den Wiedererkennungswert nannte er zahlreiche Beispiele – wobei Glück immer groß geschrieben wird – unter anderem: HafenGlück, UrlaubsGlück, HochzeitsGlück und auch MatjesGlück. Wobei sich aus seiner Sicht die Liste beliebig verlängern ließe. „Geben wir dem Glück sein Zuhause zurück“, appellierte er. Es müsse in Folge darüber diskutiert werden, ein Dach zu schaffen und dies mit Inhalten zu füllen. Es müsse einen roten Faden geben. Wichtig sei in der Außenwirkung darüber hinaus die Fortuna, das Wahrzeichen der Stadt

Viele der Anwesenden – Vertreter aus Verein, Verbänden und anderen Institutionen – waren angetan von der Glück-Idee. Galeristin Margarete Olschowka hatte viel Lob für den Referenten übrig: „Sie bringen es auf den Punkt.“ Wichtig fand sie den Aspekt, alles zu bündeln. Sie fragte aber auch, ob das Wort „Glück“ überreizt werden könne.

Auch Christine Berg vom Naturschutzbund war begeistert, auch sie sagte: „Auf den Punkt gebracht“ und betonte: „Glückstadt braucht eine übergeordnete Vision.“ Wichtig sei es, jetzt mit dem Marketing zu beginnen. Sie regte an, auch Andenken zu verkaufen. Dabei dachte die Sprecherin an Waren, deren Copyright bei der Stadt liegen sollte.

Hier hatte Martin Meiners, Vorsitzender der Musikschule, und Spielzeughändler eine Idee: ein Monopolyspiel mit Glückstädter Inhalten. Auch das würde zum Thema Glück passen. Zudem erinnerte er daran, dass Glückstadt mit „ein Königstraum“ bereits einen Leitfaden habe. „Aber mit Glück zu werben ist konsequent.“

Die 17-jährige Elena Petersen (Migranten-Hilfe) machte den Vorschlag, den Slogan „Hier ist das Glück zuhause schon am Bahnhof anzubringen.

Dr. Siegfried Hansen (Piraten-Partei) warnte vor Bedenkenträgern. Als solche outete sich dann gleich Tourismus-Chefin Sandra Kirbis. Sie wies darauf hin, dass sie auf den Namen ihrer eingeführten Glückstädter Matjeswochen nicht verzichten will. „Aber die Idee, ,hier ist das Glück zuhause’, ist super.“ Zu den Kritikern gehörte auch Ingo Mühle vom Wildnis–Club. Er meinte, Glück werde assoziiert mit Pech.

Während Birgitt von Apen (Provianthaus-Verein) zum Thema Kunst und Kultur erklärte: „In Glückstadt ist relativ viel los.“ Es sei gut, die Vielfalt nach außen darzustellen.

Einen begeisterten Befürworter fand Jo Gesing in Wilfried Grentzinger (73). Der Unternehmensberater kommt aus dem Bereich Touristik und war auf ganzer Linie mit dem Referenten. „Glück braucht Unterstützung.“ Er schrieb sich gleich in die Arbeitsgruppe ein, in der Jo Gesing mitarbeitet., Das Thema dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Das war auch ein Anliegen von Bürgermeister Gerhard Blasberg, der die Veranstaltung gemeinsam mit Stadtmanager Jangkai Shi moderierte.

Jo Gesing stellte zum Schluss noch eine seiner Visionen vor: Die Wand von Steinbeis am Hafen weiß anmalen, gegenüber rote Liegestühle aufstellen und dann Kinofilme zeigen.

Das nächste Treffen aller Akteure für die 400-Jahr-Feier findet nach der Sommerpause statt.

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