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Neues Zustellgebäude in Itzehoe : Hier geht die Post ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glücklich in gelb: Der neue Zustellstützpunkt auf dem Alsen-Gelände in Itzehoe ist heller und übersichtlicher als die Räume an der Oelixdorfer Straße. Die 54 Mitarbeiter sind begeistert..

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erstellt am 23.Okt.2017 | 05:55 Uhr

Wie es am alten Standort war? Ulrike Winter braucht drei Worte: „Eng, wuselig, dunkel.“ Und nach dem Umzug? „Groß, hell, geräumig, übersichtlicher – richtig schön.“ Winter bringt im Bezirk Tegelhörn die Post. Mit ihr freuen sich 53 weitere Kollegen über den neuen Zustellstützpunkt auf dem Alsen-Gelände.

Es ist halb neun. Rollwagen werden geschoben, überall wird an den Regalen für die Bezirke die Post für diesen Tag sortiert. Fast 15 Jahre lang geschah dies in der früheren Gudewill-Kaserne an der Oelixdorfer Straße nach dem Wegzug aus dem heutigen Landgericht. Seit zwölf Jahren leitet Stefan Kramski den Stützpunkt, mit Michaela Liedtke gibt es eine zweite Leiterin. Der Abschied vom alten Standort fiel ihm nicht schwer, zum Abschluss habe er noch einmal Bilder der leeren Hallen gemacht: „Ich habe auf diesen Fotos nur noch Pfeiler gesehen.“ Die Mitarbeiter hätten nur Slalom fahren müssen, bestätigt Post-Sprecher Martin Grundler. Gerade zu Weihnachten habe schnell Land unter geherrscht, zumal sich die Arbeit in den vergangenen Jahren komplett verändert habe: mehr Pakete, weniger Briefe. Vor zehn Jahren seien es noch täglich bundesweit 72 Millionen Briefe gewesen, jetzt 59 Millionen.

Im Bereich mit der Postleitzahl 25 sei der Rückgang geringer, sagt Kramski. Im Durchschnitt werden 65  000 Briefe und 15  000 Pakete pro Woche befördert. In 47 Bezirken wird zugestellt, 34 davon sind Verbundbezirke für Brief und Paket – und jeder Zusteller hat am neuen Stützpunkt seinen eigenen Stellplatz. Ein Vordach dient als Regenschutz, von allen Seiten kommen die Mitarbeiter an das Fahrzeug heran, um es für die Tour passend zu beladen. Von Anfang an habe er bei der Planung mitreden können, sagt Kramski. „Das hat sich ausgezahlt.“

An drei Lkw-Rampen wird angeliefert, die Pakete aus Neumünster, die Briefe aus Elmshorn. Nur wenige Schritte sind es bis zur gegenüber liegenden Seite: Dort werden die Sprinter für die sechs reinen Paketbezirke beladen. Zwei 500 Quadratmeter große Hallen schließen sich an, eine für Pakete – Sicherheitsschuhe sind Pflicht –, eine für Briefe, natürlich alles ohne Schwellen. „Jetzt haben wir hier ganz hohe Briefmengen, weil die Leute Werbung rausschicken für Weihnachten“, sagt Kramski. Die Kurzbriefe kommen vorsortiert an, doch mit den ungewöhnlicheren Formaten haben die Zusteller noch genug zu tun.

„Verteilschluss!“ Ein Mitarbeiter gibt laut das Signal, dass nichts Neues mehr kommt, um 9 Uhr für Briefe, eine Viertelstunde später für Pakete. Die Zusteller laden ein, legen falsch Sortiertes in den Schlussschrank. Und los: „Die meisten haben ihren Rhythmus und halten ihn auch sehr gern“, sagt Grundler. „Um 10 Uhr hat man das Gefühl, hier gehen die Lichter aus“, sagt Kramski. Die Touren seien theoretisch gleich geschnitten, „es hängt sehr vom Zusteller ab“. Gegen 16 Uhr kommen sie zurück, die Nacharbeiten sollten möglichst in weniger als 15 Minuten erledigt sein.

Feierabend – und am nächsten Morgen geht es weiter. Der Neubau sei eine Investition in Mitarbeiter-Zufriedenheit und damit ein wichtiges Signal, sagt Grundler. Offenbar funktioniert es. Kramski: „Wir sind wirklich glücklich hier.“

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