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Reaktion der Kleinen : Hier Freude, dort Ernüchterung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die kleinen Parteien reagieren mit unterschiedlicher Stimmungslage. Die FDP feiert nicht einmal eine Wahlparty.

von
erstellt am 22.Sep.2013 | 22:47 Uhr

Keine Freudensprünge, aber immerhin verhaltener Jubel bei der Linken: „Wir freuen uns über dieses Ergebnis“, sagte der Itzehoer Ratsherr Ernst Molkenthin angesichts der bundesweiten Zahlen. Diese Verhältnisse wünsche er sich auch für den Kreis Steinburg. „Die Zeiten werden noch kommen“, hoffte er. Froh stimmte ihn vor allem das schlechte Abschneiden der FDP: „Das ist das Sahnehäubchen“, so Molkenthin. Der Bundestagskandidat der Linken, Marcel Mansouri, war nicht zur Wahlparty erschienen. Er feierte mit dem Landesverband in Kiel.

„Zwischen froh, dass es noch geklappt hat, und traurig über die Verluste“, beschrieb die Vorsitzende der Steinburger Grünen, Eva Gruitrooy, ihre Stimmung am Wahlabend. Der Kreisverband habe einen starken Wahlkampf gemacht und werde weiter für seine Ziele einstehen. Kreisvorstandssprecher Uwe Mertens bedauert, dass die hiesigen Grünen unter dem Bundestrend zu leiden haben. Immerhin seien in Wahlbezirken wie Glückstadt Ergebnisse über Bundesdurchschnitt erreicht worden.

Bei den Steinburger Liberalen herrschte hingegen Ernüchterung vor. Kreisvorsitzender Willi Göttsche meinte schlicht: „Das ist der Wille des Wählers.“ Eine Erklärung für das schlechte Abschneiden der FDP hatte er spontan auch nicht. „Wir werden das heute im Landesvorstand diskutieren.“ Als einzige aus der Steinburger Parteienlandschaft hatte die FDP auch nicht zu einer Wahlparty eingeladen. Willi Göttsche verbrachte den Abend bei einem gemütlichen Essen mit seiner Frau.

Ungeachtet aller Spannung am Wahlabend machte Steinburgs Landrat Torsten Wendt deutlich, dass es im Leben auch noch wichtigere Dinge als Politik gebe. Im Kreishaus überzeugte sich der Verwaltungschef davon, dass alles reibungslos ablief. Als die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen einliefen, verabschiedete er sich um Punkt 18.26 Uhr nach Hause. Torsten Wendt wollte seine kleine Tochter zu Bett bringen

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