Narrenzeit in Wilster : Hexen machen seit 20 Jahren Alarm

Höhepunkt beim BSV-Fasching ist die große Luftballontraube, die zum Schluss der Veranstaltung mit lautem Knallen zerdrückt wird.
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Höhepunkt beim BSV-Fasching ist die große Luftballontraube, die zum Schluss der Veranstaltung mit lautem Knallen zerdrückt wird.

Nicht nur am Rosenmontag buntes Faschingstreiben in der Wilstermarsch.

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13. Februar 2018, 05:00 Uhr

Gut 20 Minuten dauert die Verwandlung – und aus dem Maschineneinrichter (Zivilberuf) wird die Ober-Radau-Hexe (Karneval). Seit 20 Jahren schart Thomas Duffner alljährlich in der fünften Jahreszeit Menschen um sich, die das bunte Treiben auch auf die Straßen von Wilster bringen. Und nach Marne. Die Radau-Hexen waren gestern natürlich auch wieder beim dortigen Karnevalsumzug dabei. Dort sorgten zudem wieder die Oldies von der Wolfgang-Ratke-Schule für den passenden Rhythmus. In diesem Jahr fiel die Abordnung aus der Marsch grippebedingt allerdings etwas kleiner aus als üblich.

„Das ist mal was anderes als immer diese Funkenmariechen“, erklärt Duffner, warum die Wilsteraner ausgerechnet als Hexen unterwegs sind. Mitgebracht hatte er die Idee aus seiner alten Heimat, dem Schwarzwald. 1998 zog Duffner erstmals mit sieben Mitstreiterinnen und Mitstreitern nach Marne. Wenn die Truppe komplett ist, bringt sie es heute auf 22 Mitglieder.

Alljährlich am 11.11. machen die Radau-Hexen bei der Stürmung des Rathauses auch in Wilster mächtig Rabatz. In diesem Jahr soll das 20-jährige Jubiläum mit neuem einheitlichen Outfit und einem großen Umzug durch die Stadt noch besonders gefeiert werden. Gestern war aber erst einmal Marne dran.

Segler-Fasching: „BSV Helau“ jubelte es bereits am Wochenende vielstimmig auf dem Saal vom Gasthof Frauen. Zirka 50 Kinder und ihre Familien feierten die Kinderfaschingsfete des Beidenflether Seglervereins mit Musik, Kamelle-Regen und Spielen. Am Glücksrad konnten Gutscheine für die Mai-Feier und die Lampionfahrt sowie ein Bootstörn auf der Stör gewonnen werden und bei Geschicklichkeitsspielen, wie zum Beispiel Topfschlagen, wurden Kleingewinne verspielt.

Stark frequentiert war die von Andreas Nath bediente Buttonmaschine. Dort konnten individuell gestaltete Anstecker zum Nulltarif erstanden werden. Der BSV-Vorsitzende Jochen Haack dankte neben dem Festausschuss auch allen Sponsoren und Helfern, ohne die die Party nicht so reibungslos ablaufen könnte.

Sportler-Karneval: In St. Margarethen führte am Wochenende der „Walk of Fame“ durch die örtliche Sporthalle. Der TSV hatte zum Kinderfasching geladen und zirka 45 Kids waren mit ihren Eltern dem Aufruf gefolgt. „Durch die Grippewelle sind die Teilnehmer etwas dezimiert, doch das tut der Stimmung keinen Abbruch“, waren sich Gaby Büch und Svenja Lindemann einig.

Die TSV-Vorsitzende und die Jugendwartin ließen die maskierten Kinder in einer Polonaise zur Prämierung der tollsten Kostüme durch die Halle flanieren. In einer aufgebauten Turnlandschaft wurde ausgiebig getobt und auch die Eltern waren gefordert und gaben den kleinen Feuerwehrleuten, Prinzessinnen und Fröschen bereitwillig Hilfestellung.

Die TSV-Damen hatten zur Stärkung ein umfangreiches Kuchenbuffet aufgebaut, Kaffee und Softgetränke rundeten das Angebot ab. Bei der Mini-Playback-Show traten Natalie Koopmann und Jule Gothmann auf und präsentierten den Song „Glitzer“ von Lina Larissa Strahl. Für ihren selbstbewussten Auftritt erhielten die beiden Sängerinnen einen Preis. Ebenso die drei besten Masken Mickey Mouse–Yves und Minnie Mouse-Liliana Ebert, der kleine Bienenschwar Mia-Sophie, Finn und Luca Ehmke sowie die „Jeannie’s“ Freya Grünheid und Michelle Diedrichsen.

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