Rummel in Wilster : Heute wird der Jahrmarkt eingeläutet

Sascha Belli an seinem „Hai Kuddel“, einer harmlosen Achterbahn für Klein und Groß. Fotos: SCHWARCK
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Sascha Belli an seinem „Hai Kuddel“, einer harmlosen Achterbahn für Klein und Groß. Fotos: SCHWARCK

Marktmeister und Schausteller sind für den fünftägigen Rummel gut gerüstet – und erstmals ist auch „Kuddel der Hai“ in Wilster unterwegs.

shz.de von
13. Juli 2018, 05:05 Uhr

Nach seinem ersten Jahr als Marktmeister hat Lars Bleker aus dem Bauamt des Amtes Wilstermarsch nun zum zweiten Mal den Aufbau des Wilster-Jahrmarkt geleitet. Er und die Vertreter der Schausteller sind vollauf zufrieden – und beide Seiten hoffen darauf, dass an den kommenden fünf Jahrmarktstagen auch die Besucher zufrieden oder sogar begeistert sein werden.

Über Lars Bleker stellen die Vertreter der Schausteller – Thomas Schaar vom Schankbetrieb „Die kleine Scheune“, Frank Arendt von der „Troika“ und Sascha Belli von der Familien-Achterbahn „Kuddel der Hai“ – übereinstimmend fest: „Der frühere Marktmeister hat mit ihm einen würdigen Nachfolger bekommen.“ Mit Bleker, der ein gutes Verhältnis zu den Schaustellern aufgebaut habe, habe der Jahrmarkt neuen Schwung bekommen, sagte Frank Arendt. Die Beschickung des Jahrmarkts wird als eine gute Mischung von Fahr-, Buden- und gastronomischen Betrieben bezeichnet.

Eine gute Botschaft für den Jahrmarkt 2019 wurde in dem Gespräch deutlich. „Es bleibt bei dem Juli-Termin“, versicherten Bleker und Schaar. Der Jahrmarkt sei abgestimmt mit den benachbarten Jahrmärkten von Lübeck über Süderbrarup, Neumünster und Brunsbüttel. Damit sei auch für die Schausteller eine wirtschaftliche Reiseroute gewährleistet.

Wenn heute um 16 Uhr der fünftägige Jahrmarkt mit einer traditionellen Feier vor dem Rathaus der Marschenstadt eröffnet und von Bürgermeister Walter Schulz eingeläutet wird, beginnt für Thomas Schaar das 20. Jahr als Inhaber der „Kleinen Scheune“. Der 51-Jährige kam schon als Kind mit seinen Eltern auf den Wilster-Jahrmarkt. Seine Eltern Heinz und Ursula waren Inhaber eines Imbissbetriebes und einer Spielwaren-Bude. Auch seine Schwiegereltern und die Eltern von Ehefrau Michaela sind vom Fach und in Wilster mit Fahrgeschäften wie der „Seemuschel“, „Calypso“ und „Allround“ vertreten gewesen und spektakulär war ihre Motorradschau in der tonnenförmigen „Steilen Wand“.

„Die kleine Scheune“ hat sich seit 1999 als Treffpunkt für das „etwas ruhigere Publikum“ etabliert, während die „jüngere Generation“ mehr das Colosseum besuche. Der Betrieb der Eheleute Schaar verwöhnt seine Gäste ausnahmslos mit Getränken – „vom stillen Wasser über Lütt un Lütt bis zum Sektcocktail“, wie Thomas Schaar seine Getränke-Vielfalt beschreibt.

Sauberkeit stehe bei ihm ganz obenan. Fast jede Woche werde die Bier-Zapfanlage auseinandergebaut und gereinigt. Und auf gegenseitige Hilfe kann sich die Schaustellerfamilie verlassen. „Wenn es irgendwo brennt, springen unsere Söhne Daniel und Pascal und unsere Schwiegertöchter Lisa und Michelle mit ein“, wie andererseits auch die Eltern bei den Kindern aushelfen. Und wenn in der Nacht der Ausschankbetrieb schließt, ist „die kleine Scheune“ allabendlich ein Treffpunkt für die Schaustellerkollegen zu einem oder auch mal mehr Feierabend-Bieren.

Der 70-jährige Frank Arendt ist ein Urgestein des Wilster-Jahrmarktes „Unsere Familie gehört schon seit Jahren dazu“, sagt Frank Arendt, der selbst seit vier Jahrzehnten mit der „Troika“ den Jahrmarkt besucht. Sie wurde mehrfach modernisiert, um das Fahrgeschäft für die Besucher attraktiv zu erhalten. Inzwischen ist sein gleichnamiger Sohn Frank Chef des Schaustellerbetriebes.

Zum ersten Mal in Wilster zu Gast ist der Karussellbesitzer Sascha Belli. Mit „Kuddel der Hai“ spricht der 45-jährige Hamburger ganze Generationen vom Kind bis zum Opa an. Auf der 150 Meter langen Gleisanlage geht es in drei Runden bergauf und -ab sowie in Schräglage um die Kurven. Kinder ab sechs Jahren können hier schon allein mitfahren, jüngere Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen. „Ein Vergnügen für alle“, bestätigt auch Marktmeister Lars Bleker seine positiven Erfahrungen mit seinen Kindern. „Die konnten kaum ein Ende finden.“

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