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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 13:34 Uhr

Heute Live-Sendung aus dem Kamera-Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 09:23 Uhr

Nachdem er irgendwann auf einem Flohmarkt eine alte Kamera aus den 50er Jahren erstanden hatte, kamen kurze Zeit später zwei weitere dazu. Dann erlebte die Sammelleidenschaft von Andreas Lorenz aus Beidenfleth eine Eigendynamik, sodass er im Dezember 2011 ein Kameramuseum in der Störgemeinde eröffnete. Mittlerweile sind in der Ausstellung zirka 4000 Einzelexponate, darunter etwa 1500 Kameras, zu sehen. Objektive, Projektoren, Filme, alte Fotos und Negativglasplatten, es fehlt kaum etwas in der Sammlung. Das älteste Stück ist wohl die Perken Optimus Camera aus England, die ab 1891 gebaut wurde.

In den Vitrinen des „KaMu“ finden sich alle großen Foto-Marken, die meisten sind heute bereits Geschichte. „Einige, wie Leica oder Minox, sind ja schon Kult“, fügt Andreas Lorenz an. Zu seinen Lieblingsstücken gehört eine Salon-Reisekamera aus der Kameratischlerei Herbst und Firl von 1909. Sie ist vierfach einstellbar und wiegt „bummelig“ 70 Kilogramm. Oder die Minox M3, ein Nachbau der Leica M3 im Maßstab 1:3.

Vor kurzem hat Andreas Lorenz Teile aus der ehemaligen Kreisbildstelle Steinburg aufgenommen. Neben Projektoren sind jetzt alte Lehrfilme und Buchmaterial in dem Museum zu finden. „Vielleicht haben das noch einige in der Schule im Unterricht gehabt“, denkt Lorenz auch über die Geschichte hinter seinen Exponaten nach.

Einen kürzlich erstandenen Holzkasten konnte der Museumsdirektor nicht gänzlich zuordnen. Der Club Daguerre, benannt nach einem Erfinder der Fotografie, versucht jetzt zu helfen. „Der Club befasst sich mit dem Ermitteln und Aufbereiten fotogeschichtlicher Informationen sowie dem Sammeln aller Fotoartikel“, erklärt Andreas Lorenz, der im Internet auf die Vereinigung stieß. Spontan ist er dem Club beigetreten und erhält jetzt fachliche Informationen aus erster Hand.

Trotz allem Interesse an der Fotografie mag der Sammler aber nicht selber „knipsen“. „Das ist nicht mein Ding.“ Er arbeitet an einem anderen Thema: ein Klassik-Kino. „Ich habe so viele Sachen, ich könnte ein komplettes Filmtheater ausstatten.“

Doch bevor er diesen Traum verwirklicht, kommt Lorenz selbst zwar nicht auf die Leinwand, so doch ins Fernsehen. Der NDR ist heute Nachmittag im Kameramuseum Beidenfleth zu Gast. In der Sendung „Mein Nachmittag“ um 16.10 Uhr auf N3, wird Andreas Lorenz sein Museum vorstellen. „Ich bin gespannt, das Kamerateam kommt schon sehr früh, um alles durchzusprechen und erste Einstellungen vorzunehmen“, erzählt Lorenz. Innerhalb der Sendung soll es dann zu zwei Liveschaltungen kommen. Damit ist auch die Winterpause für das KaMu beendet.


>Ab Ostersonntag hat das Museum wieder jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppen sind jederzeit willkommen und können individuelle Führungen unter 04829/9026364 vereinbaren. Informationen liefert auch die Internetseite www.kameramuseum-beidenfleth.de oder auf Facebook.

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