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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 23:41 Uhr

Hoffnung : Hertie und die neuen Chancen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Innenstadt-Entwickler Justus von Kries erfreut über Verkauf des Ex-Kaufhauses in Itzehoe. Davon profitiert auch seine Arbeit.

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 11:45 Uhr

Itzehoe | Seit einem Jahr ist Justus von Kries mit seiner Hamburger Firma K.G.I. mit der Entwicklung der Itzehoer Innenstadt betraut. Jetzt ist eines der größten Problem gelöst, nachdem die Haltermann Immobilien GmbH & Co. KG das Gebäude gekauft hat, um ein weiteres Modehaus einzurichten. Das hilft auch von Kries bei seiner Arbeit.

Herr von Kries, der Bürgermeister nannte den Hertie-Kauf einen Befreiungsschlag. Und Sie?
von Kries: Das kann ich nur unterstreichen. Alle arbeiten sehr lange an der Lösung. Auch wir haben alle Zügel und Stränge, an denen wir ziehen konnten, bedient. Es hat sich im Laufe der Zeit herausgebildet, dass sich Haltermann – als einer der Mitgesellschafter unseres Auftraggebers – mit dem Gedanken der Übernahme des Hertie-Gebäudes auseinander gesetzt hat. Das bedeutete für uns, dass wir alternative Konzepte, die wir schon aufgelegt hatten, ins Standby gestellt und ihn unterstützt haben mit den Möglichkeiten, die wir hatten, seien es Markt- oder Strategieinformationen von Verkäuferseite oder, oder, oder. Als K.G.I konnten wir da nur ein Baustein sein, ebenso wie der Bürgermeister oder das Stadtmarketing. Aber letztlich ist Haltermann selbst jetzt derjenige, der die unternehmerische Aufgabe geschultert hat.

Wie beurteilen Sie das?
Das zeigt einen gewissen Mut, aber nur ob der Größe der Aufgabe. Dass die Entwicklung und Reaktivierung eines solchen Standortes nicht funktioniert, glaube ich auf keinen Fall. Bei dieser Flächengröße kann man eine gewichtige Handelseinheit installieren, das geht – abseits des Holstein-Centers – an keiner anderen Stelle. Wir sind in engster Abstimmung, um diesen Standort und auch das Umfeld stimmig zu entwickeln.

Auch für Ihre Arbeit insgesamt dürfte die Entwicklung wichtig sein.
Auf jeden Fall. Es gibt einen positiven Schub, ist eine gewisse Initialzündung. Wenn wir Betreiber mit der Breiten Straße konfrontierten, kam die Frage: „Was wird aus Hertie? Uns reichen die Frequenzen nicht.“ Sie wollten sich nicht allein zeigen ohne bestimmte andere Bausteine in der Nachbarschaft. Diese Argumente werden entkräftet. Haltermann will ja, so weit möglich, schon im Frühjahr mit der Aktivierung des Erdgeschosses loslegen. Das kommt der Breiten Straße und der Innenstadtentwicklung sehr entgegen. Wir haben mittlerweile acht Filialisten für Itzehoe zurückgewinnen können.

Die wann kommen?
Es gibt unheimlich viele Komponenten, die da zusammenpassen müssen. Es sind heutzutage sehr lange Entscheidungswege, das ist auch ganz normal: Die Unternehmen wollen sich keine Fehler erlauben, Experimente scheiden aus. Dennoch: Wenn Woolworth und andere Filialisten erkennbar durch die Stadt rollen, machen die das nicht, weil sie ein Urlaubsquartier suchen. Aber es wäre falsch, heute etwas zu garantieren. Ich glaube alles, was ich schwarz auf weiß und unterschrieben sehe. Bei Hertie hat das Engagement aller Beteiligten dazu geführt, dass nunmehr die Zeit reif zum Handeln war – was Herr Haltermann umgesetzt hat. Nach absoluter Stagnation kommt große Freude auf, wenn wir auf unserem Plan eine so große Fläche von Rot auf Grün schalten können, was für die City von Itzehoe einen Meilenstein bedeutet. Wir arbeiten mit voller Kraft daran, dass sich nun auch weitere Erfolge anschließen.

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