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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 08:32 Uhr

TIERHEIM : Heraus aus dem Katzenelend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Entsorgt im Müll, aber zum Glück gerettet: Die ersten Katzenbabys in diesem Jahr wurden mutterlos ins Tierheim Itzehoe gebracht.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Bjarne und Blia haben Glück gehabt: Die Geschwister wurden auf der Mülldeponie in Hohenlockstedt von Mitarbeitern gefunden. Auf Alia stießen Bewohner in einem Garten. Alle drei sind die ersten Katzenbabys, die in diesem Jahr mutterlos ins Tierheim Itzehoe gebracht wurden.

Gesundheitlich gehe es den Babys gut, heißt es in einer Mitteilung des Tierschutzvereins. „Alle zwei Stunden bekommen sie ihr Fläschchen mit anschließender Bauchmassage zur Anregung der Verdauung – auch nachts!“ Allerdings sei es besser, im Tierheim anzurufen, bevor ein gefundenes Katzenbaby oder -kind dorthin gebracht werde. Bei einer nicht eindeutigen Situation könne die Mutter in der Nähe sein. „Auch Katzenmütter leiden unter dem Verlust ihrer Kinder.“ Zudem könne eine schmerzhafte und lebensbedrohende Gesäugeentzündung entstehen.

Doch nicht alle Katzenkinder hätten das Glück, gerettet und so umsorgt zu werden. Der Verein spricht von einem „weit verbreiteten Katzenelend“: Viele frei lebende Tiere seien unterernährt, krank oder verletzt. Ihnen drohe im schlimmsten Fall ohne medizinische Versorgung ein qualvoller Tod. Als Nachkommen nicht kastrierter Hauskatzen oder ausgesetzter Tiere seien sie auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Hinzu komme: „Auch im 21. Jahrhundert werden noch immer Katzen ertränkt, erschlagen oder erschossen.“ Das widerspreche dem Tierschutzgesetz und sei auch nicht geeignet, die unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern. Denn dann wanderten aller Erfahrung nach andere Tiere zu, oder es gebe mehr Junge, verdeutlicht der Verein.

Die Zahl der frei lebenden Katzen allein im Kreisgebiet wird auf mehr als 4000 Tiere geschätzt. Nur durch gezielte Kastrationsaktionen könne das Elend gemindert und langfristig verhindert werden. „Dazu gehört auch, dass Katzenbesitzer ihre Tiere kastrieren, mit einem Chip kennzeichnen und registrieren lassen“, so der Verein.

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Kontakt: 04821/94200.

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