THW-Ortsverein Burg : Helferprüfung beim Technischen Hilfswerk

Vorbereitung zur Personenrettung: Detlef Müller aus Hennstedt-Ulzburg mit „Opfer“ Philipp Tank aus Burg
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Vorbereitung zur Personenrettung: Detlef Müller aus Hennstedt-Ulzburg mit „Opfer“ Philipp Tank aus Burg

Noch mangelt es dem Technischen Hilfswerk nicht an Nachwuchs. In Burg absolvieren 18 angehende THW-Helfer erfolgreich eine Prüfung.

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13. Mai 2015, 17:07 Uhr

,,Raus aus dem Alltag - Rein ins THW“ lautet der Wahlspruch mit dem das Technische Hilfswerk sich den Herausforderungen des demographischen Wandels stellt. ,,Noch haben wir stabile Mitgliedszahlen“, weiß Norbert Semler, hauptamtlicher Mitarbeiter für Ausbildung in der THW-Geschäftsstelle Neumünster. In Burg legten jetzt 18 Anwärter aus Schleswig-Holstein zwischen 17 und 55 Jahren nach sechsmonatiger Ausbildung ihre Prüfung zum THW-Helfer ab.

Zweimal im Jahr, jeweils im Frühjahr und im Herbst stehen neue Mitglieder zur Prüfung an. Reihum richten die Ortsverbände den Prüfungstag aus. Diesmal war Burg dran. Axel Tank (54), Zugführer beim Technischen Hilfswerk im Luftkurort und seine Truppe, sorgten für den Aufbau der Prüfstationen, Frühstück und Mittagessen.

Neben den 18 Prüflingen und der Prüfungsleitung, bestehend aus Leiter Dirk Tolksdorf aus Itzehoe und Stellvertreter René Müller aus Pinneberg nahmen 14 Prüfer teil. Zunächst fand im Schulungsraum die theoretische Prüfung statt. Anschließend ging es an sechs Stationen um praktische Prüfung. Am Ende des Tages hatten alle 18 neuen Helfer die Prüfungen bestanden.

,,Zu uns kommen Männer und zunehmend Frauen, die helfen wollen und sich zugleich für Technik begeistern“, berichtet Axel Tank. René Breyer (29) aus Kaltenkirchen erzählte, weshalb er sich dem THW angeschlossen hat: ,,Ich bin 15 Jahre bei der Feuerwehr gewesen. Das aber schaffe ich beruflich nicht mehr, deshalb hab ich mir ein neues sinnvolles Hobby gesucht – einmal Ehrenamt immer Ehrenamt.“ Frauen sind im THW mit knapp zehn Prozent noch eine Rarität, Dana Heidtmann somit noch eine Ausnahme bei der Helferorganisation. Sie war woanders bereits als Hundeführerin tätig, hat jetzt ins THW gewechselt, sagt: ,,Struktur, Ausrüstung und Gemeinschaft gefallen mir sehr gut.“

Mit seinen ,,Minis“ ab sechs Jahren und der Aktion ,,60plus“ hat sich das Technische Hilfswerk zudem in seiner Altersstruktur in beide Richtungen geöffnet. Zum einen holt man die zukünftigen Helfer bereits bei ihrer Einschulung ab, zum anderen will man die Erfahrung der altgedienten Helfer möglichst lange in der Truppe behalten.

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