Planungen gehen weiter : Helfer an einem Ort

Geplant wurde bisher mit einem Bau auf dem Gelände der Noelke-Stiftung.
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Geplant wurde bisher mit einem Bau auf dem Gelände der Noelke-Stiftung.

Für ein Behörden-Kompetenzzentrum in Glückstadt favorisieren Feuerwehr und Polizei einen gemeinsamen Standort.

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01. März 2018, 04:45 Uhr

Die Idee im Ursprung wurde von der Feuerwehr und der Polizei für gut befunden. Der Plan: ein neues Haus für viele Einrichtungen. Wehrführer Ties Tießen schlug auch bereits den Namen vor: BOS-Kompetenzzentrum. Wobei BOS für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ steht.

Doch unklar ist, ob die Pläne von Feuerwehr und Polizei so umgesetzt werden können wie bereits besprochen. Denn bislang wurde auf dem Gelände der Nölke-Stiftung – dem ehemaligen Wäscherei-Gelände – an der Stadtstraße geplant. Bauherr wollte auch die Stiftung sein, die Behörden wollten sich einmieten.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte nach der Sitzung Jochen Nölke, Sprecher der Nölke-Stiftung, mit: „Im Gespräch mit der Stadtverwaltung haben wir darauf hingewiesen, dass das ehemalige Wäscherei-Gelände eine besondere städtebauliche Lage habe. Es stelle sich daher die grundsätzliche Frage, ob ein BOS-Zentrum diejenige Nutzung sei, die man sich in dieser Lage wünsche. Diese Frage könne man aber erst nach entsprechender städtebauplanerischer Prüfung beantworten. Diese Auffassung teilt auch die Verwaltung.“

Bürgermeisterin Manja Biel wiederum erklärte in der Sitzung, dass sie sich durchaus einen anderen Standort vorstellen kann. „Das Gewerbegebiet ist eine zu prüfende Option.“ Diese Ansicht teilten aber weder Tießen noch Kai Szimmuck, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion. Für beide ist solch ein Areal nicht stadtnah genug. Aber eines ist Tießen grundsätzlich wichtig: „Wir sollten uns jetzt für ein Kompetenzzentrum entscheiden, um keine Zeit zu verlieren.“

Für die Feuerwehr ist es notwendig auszubauen. Auch vor dem Hintergrund, dass der Elbtunnel gebaut wird. Denn Tießen geht davon aus, dass dann eine Berufswehr bei der freiwilligen Wehr in Glückstadt angedockt wird. Die Polizei müsste ebenfalls ausbauen. Angedacht war es, auch mit Katastrophenschutz und Rettungsdienst „Synergieeffekte zu generieren und die jeweiligen Organisationseinheiten zukunftsfähig aufzustellen“.

Im Ausschuss beschlossen die Politiker, dass die Überlegungen zum Bau eines BOS-Kompetenzzentrums weitergeführt werden sollen. Dafür sollen Planungskosten für eine Machbarkeitsstudie bereitgestellt werden.

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