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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 08:05 Uhr

Helfen, wenn andere ihre Freizeit genießen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 10:16 Uhr

Wie viele Leute passen in ein Fahrzeug? Was ist das Motivierende an der unermüdlichen Arbeit beim THW? Und mit wie vielen Jahren kann man beim THW anfangen?

Mit vielen Fragen gingen die Schüler der Klasse 4D aus der Itzehoer Fehrs-Schule zu Sven Guericke, dem Leiter der Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) in Itzehoe. Sven Guericke und seine Truppe nahmen sich viel Zeit für uns. Auch einige unserer Eltern waren an diesem Abend dabei, das THW interessiert eben Alt und Jung.

Mit einem spannenden Dokumentarfilm wurden wir zu Beginn unseres Besuchs informiert über die wichtigsten Aufgaben: Das THW hilft bei Gasexplosionen und Massenunfällen, bei Hochwasser und bei Erdbeben,
bei Explosionen, also bei Zivil- und Naturkatastrophen.

Der bisher größte Einsatz in Deutschland war in Dresden beim Elbhochwasser im Jahr 2002. 23  000 Helfer waren im Einsatz. Dabei arbeitete man mit der Polizei, der Feuerwehr und auch der Bundespolizei zusammen. Keiner von uns war damals schon auf der Welt!

Mit den bis zu 18 Tonnen schweren Fahrzeugen wurden die Bewohner aus ihren Häusern und auch ihr Hab und Gut gerettet. Mit riesigen Wasserpumpen pumpte man das Wasser aus den Kellern, aus der Stadt und der Landschaft. Auch Tiere wurden gerettet.

Bei Vulkanausbrüchen kümmern sich auch Spezialisten besonders um das lebenswichtige Trinkwasser. Das THW Itzehoe hat eine der größten Trinkwasseraufbereitungsanlagen und kann damit bis zu 15  000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten. Auch in Übersee kam diese Technik zum Einsatz, etwa bei der schlimmen Tsunami-Katastrophe in Südostasien.

Aber auch in unserer Stadt, in Itzehoe, half das THW mit seinen Mitarbeitern und sogar Suchhunden bei der Gasexplosion in der Schützenstraße.

Dabei hat uns natürlich besonders interessiert, dass in Neumünster die so genannten Ortungshunde stationiert sind.

In Deutschland gibt es knapp 700 THW-Ortsverbände. Damit ist das THW gut vertreten. In den Jugendgruppen kann man schon mit zehn Jahren die ersten technischen Übungen machen, und der Team-Geist wird groß geschrieben.

Alle Helfer haben einen ganz normalen Beruf und gehen tagsüber zur Arbeit. Dann, in ihrer Freizeit, geht’s zum Technischen Hilfswerk, dafür wird aber niemand bezahlt. Das nennt man Ehrenamt, sozusagen ein Amt für die Ehre, um anderen Menschen zu helfen.

Uns hat dieser Abend mit Sven Guericke und seinem Team sehr gut gefallen. Übrigens arbeitet auch sein Bruder Björn fast pausenlos in seiner Freizeit beim Technischen Hilfswerk: Wenn wir Freizeit haben, kümmern sich die beiden Brüder um wichtige Sachen, auch am Wochenende.

Wir danken herzlich, dass wir Euch besuchen durften.

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