zwei Konzerte : Helfen mit rockigen Klängen

Spendensammler im Atzehoe: Tim und Kerstin Runkel sowie Yvonne Günter (r.).
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Spendensammler im Atzehoe: Tim und Kerstin Runkel sowie Yvonne Günter (r.).

Ein Konzert im Atzehoe, eines im Cheyenne Club – auch das bringt Spenden.

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31. März 2014, 05:00 Uhr

Rock und Oldies für den guten Zweck: Zwei Benefizkonzerte haben am Wochenende für Stimmung und gleichzeitig für Spenden zugunsten der Explosionsopfer gesorgt.

Am ersten Abend kamen etwa 80 Besucher ins Veranstaltungszentrum Atzehoe. Die Bands „Rockacellars“ und „Music Train“ brachten das Publikum mit Rock und Oldies zum Tanzen. „Wenn wir uns auch ein paar Gäste mehr gewünscht hätten, freuen wir uns trotzdem über den Erfolg und die gute Stimmung“, sagte Organisator Eddie Meier, selbst Musiker bei der Band „Wonderland“. Mitorganisatorin Kerstin Runkel erläuterte die Verwendung des Erlöses: „Bei dem Unglück sind auch zahlreiche Menschen aus Nebenstraßen zu Schaden gekommen, denen die Versicherungen oder die Stadt aber nichts zahlt. Ihnen wollen wir unseren Erlös zugute kommen lassen.“

Den Besuchern gefiel’s. So sagte Marion aus Itzehoe: „Es ist schade, dass nicht mehr Besucher gekommen sind, aber für den guten Zweck und mit dem Bewusstsein für das tragische Geschehen im Hinterkopf ist es ein gelungener Abend geworden.“ Auch die Bandmitglieder machten sofort mit. So sagte Arne Schonscheck von „Music Train“: „Als wir davon hörten, waren wir sofort bereit, etwas dafür zu tun. Unser Auftritt ist eine gute Möglichkeit zu helfen.“ Am Schluss konnte Mitveranstalter Tim Runkel eine Spende von 642,57 Euro vermelden.

Im Cheyenne Club rockten einen Abend später die Bands „Baranski“ (Itzehoe), „Immer“ (Elmshorn), „soon“ (Hamburg) und „Godlike“ (Glückstadt) beim „Rock for Benefiz“ vor etwa 130 Besuchern. André Otto aus dem achtköpfigen Organisationsteam um Veranstalterin Tina Hamann schilderte: „Als sie mich bat mitzumachen, war ich sofort dabei, habe Schlagzeug und Boxen gestellt.“ Gabi Nothnagel sagte: „Metal gibt es hier selten, und wir können damit auch noch helfen. Für den guten Zweck hat es sich gelohnt.“

Extra gedruckte T-Shirts, deren Erlös dem Zweck zugute kommen, können noch im Internet (Facebook-Gruppe „Rock for Benefiz“) bestellt werden. Tina Hamanns Fazit: „Wenn es auch ein wenig mehr Besucher hätten sein können, so war es doch erfolgreich, wir werden auf jeden Fall ein Plus erwirtschaften.“

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