Burg : Heizung installiert - Wasser warm

Bürgermeisterin  Elke Goehlke-Kollhorst ist zufrieden mit der Wassertemperatur.
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Bürgermeisterin Elke Goehlke-Kollhorst ist zufrieden mit der Wassertemperatur.

Freibadsaison startet am 4. Mai / Probleme mit Wärmepumpe, Planschbecken und Rutsche erstmal vom Tisch

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27. April 2013, 09:11 Uhr

Burg | "Alles ist gut jetzt", brachte Bürgermeisterin Elke Goehlke-Kollhorst (KWV) die Sache auf den Punkt. Nach einem schwierigen Jahr konnte gestern die neue Schwimmbadheizung abgenommen werden. Auch Marco Hennig (CDU), Vorsitzender des Jugend-, Sport- und Kulturausschusses, wirkte erleichtert.

Sein Ausschuss hatte die Lösung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe empfohlen, später hatte sich heraus gestellt, dass der alte Trafo an der Schule dem Energiebedarf bei Volllast voraussichtlich nicht gewachsen gewesen wäre - zumindest nicht, wenn gleichzeitig die Verbraucher im Schwimmbad laufen. Eon untersagte kurzerhand den Anschluss. Jens Magnussen aus Brunsbüttel brachte vor wenigen Wochen mit seiner Firma EMSR-Technik GmbH die Lösung. Ein Lastmanagement regelt, wann welcher Verbraucher im Schwimmbad läuft und sorgt so dafür, dass der Eon-Trafo nicht überlastet wird. Der Energiekonzern gab sein Okay und innerhalb von rund einer Woche wurde das Aggregat installiert.

Gestern nun nahmen die Bürgermeisterin, Hennig, Schwimmmeisterin Anja Neumann und Amtsmitarbeiter Dirk Bergfleth die Anlage ab. Ihnen gegenüber standen Fred Wolf, Inhaber der gleichnamigen Horstedter Firma, die die Heizungsanlage gebaut hat, sein Ingenieur Stefan Zahorsky und der Burg beratende Ingenieur Wolfgang Busch aus Husum. Die Heizung läuft rund, sind sich die Fachleute einig. Zurzeit erwärmt sie das Wasser um drei Grad pro Tag. Zurzeit misst das Wasser im Freibad bereits über 20 Grad.

26 Grad soll es haben, wenn das Waldschwimmbad wieder eröffnet wird - und das soll Sonnabend, 4. Mai, so weit sein. Um 13 Uhr können die Besucher die Anlage betreten. Der Eintritt ist frei. Kinder erhalten einen Eisgutschein, die Erwachsenen erwartet zum Preis von einem Euro eine Tasse Kaffee inklusive Stück Kuchen.

Auch die übrigen Probleme im Schwimmbad sind inzwischen zumindest erst einmal gelöst. Die Rutsche darf wie bisher genutzt werden. Dafür hat der TÜV eine Ausnahmegenehmigung erteilt, bis fest steht, welche Nachbessserungen konkret erforderlich sind. Auch das Planschbecken ist saniert. Und: Es wurde ein neuer Schwimmmeister als Nachfolger für Badebetriebsleiter Sascha Fricke eingestellt. Der heißt Andreas Engelke, ist 57 Jahre alt und kommt aus Nordermeldorf. Engelke wird als Saisonkraft beschäftigt. Jetzt muss nur noch entschieden werden, wer die Leitung inne hat.

Bezüglich der Heizung gehen die Ingenieure Busch und Zahorsky davon aus, dass diese sich binnen sechs bis sieben Jahren amortisiert hat.

Mit einem Preis unter 200 000 Euro blieb Burg dabei voll im Kostenrahmen. Marco Hennig bestand zudem auf dem Einbau eines Stromzählers allein für die Heizung. So hat man die volle Kostenkontrolle und wird am Ende des Jahres endgültig sagen können, ob die Entscheidung für eine derartige Heizung richtig war.

Für Firma Wolf, immerhin seit 40 Jahren im Geschäft mit derartigen Anlagen, war der Anschluss einer solchen Anlage zum Beheizen eines Schwimmbades Neuland. Bisher installierte Wolf solche Anlagen nur in öffentlichen Gebäuden, Firmen und Industrieanlagen.

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