Heiter und hintersinnig: „Bohlenbögers“ präsentieren ihr Räuber-Lustspiel

Im aktuellen Stück der Kremper „Bohlenbögers“ mit dem Titel „Im Wald, dor sünd de Räuber“ hat es Förster Benno Buxbaum, gespielt von Jens Kröger, nicht leicht mit seinen gierigen Mitmenschen.
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Im aktuellen Stück der Kremper „Bohlenbögers“ mit dem Titel „Im Wald, dor sünd de Räuber“ hat es Förster Benno Buxbaum, gespielt von Jens Kröger, nicht leicht mit seinen gierigen Mitmenschen.

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21. Januar 2015, 09:29 Uhr

Wohin die menschliche Gier führen kann, durfte das Theaterpublikum am Dienstagabend in der Kremper Willi-Steinmann-Halle auf heitere Weise miterleben. Die plattdeutsche Theatergruppe „De Kremper Bohlenbögers“ hatte zur Premiere ihres neuen Stückes „Im Wald, dor sünd de Räuber“ eingeladen. Der Dreiakter stammt aus der Feder von Fred Redmann. Ein in der kleinen Marschenstadt bestens benannter Name. Stammt der Autor doch aus dem benachbarten Neuenkirchen.

Das heiter-hintersinnige Lustspiel erzählt die Geschichte von Förster Benno Buxbaum, der drei Tage nach dem Tod seiner Mutter plötzlich zum beliebtesten Mann im Dorf wird. Seine Mitbürger glauben nämlich, dass ihm die Mutter am Totenbett das Versteck des Goldes, das der Vater vor 15 Jahren gestohlen hatte, verraten hätte. Schwups bekommt er Besuch von der Wirtstochter Heike, der Bestattungsunternehmerin Swattrock und auch vom Bürgermeister, die es alle auf den vermeintlichen Schatz abgesehen haben und Benno das Geheimnis des Versteckes entlocken wollen. Auch der ehemalige Komplize von Bennos Vater, Bodo Büdelstieg, und seine Gangsterbraut Trixi sind scharf auf das Gold.

Als die attraktive Zeitungsreporterin Julia Jansen Benno aufsucht, schafft sie es, den Förster so zu umgarnen, dass sie eine Reportage über ihn schreiben darf. Als Bodo merkt, dass Julia sich in Benno verliebt hat, entführt er kurzerhand die Reporterin und erpresst so Benno, ihm das Goldversteck zu verraten. Am Ende geht die Geschichte natürlich gut aus. Der Schatz wird … Nein, so viel darf an dieser Stelle noch nicht verraten werden, schließlich stehen am Freitag und und Sonnabend, 23. und 24. Januar, noch zwei weitere Vorstellungen auf dem Spielplan.

Auf der Bühne zu sehen sind die „Bohlenbögers“ Karin Lundström, Wilfried Dornheim, Annika Braack, Kai Rautenberg, Angela Theel, Silke Mohr, Klaus-Heinrich Beimgraben, Sabine Braack, Jens Kröger und Maike Mohr. Schon seit über drei Jahrzehnten agieren die Laienschauspieler unter der Schirmherrschaft der örtlichen VHS. Die „Böhlenbögers“-Truppe besteht zurzeit aus 27 Mitgliedern. Hinter den Kulissen sorgen Sabine Braasck als „Toseggersch“ sowie Bernd Bode (Bühnenbild), Ursel Röpcke (Maske), Bernd Riemann (Technik) und Birgit Riemann (Bühnenbild) für einen reibungslosen Ablauf.



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