Metal : Heißes Konzert zum Aufwärmen

„Condition Critical“ aus den USA (v. l.): Tommy Gonzales, Dimitry Tebenkov, Alonso Meguino und Mike Dreher.
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„Condition Critical“ aus den USA (v. l.): Tommy Gonzales, Dimitry Tebenkov, Alonso Meguino und Mike Dreher.

Metal-Fans treffen sich vor dem Headbanger’s Open Air beim Konzert in der Lauschbar und im Plattengeschäft Hellion.

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25. Juli 2014, 05:00 Uhr

Das Aufkommen an Schwarzgekleideten in der Innenstadt nahm Mitte der Woche merklich zu. In der Lauschbar feierten die Metalheads, die jetzt bis Sonnabend in Brande-Hörnerkirchen ihr 17. Headbanger’s Open Air abhalten, eine furiose Warm-up-Party mit einiger musikalischer Prominenz.

Vier Bands rockten, mehr als 200 Besucher machten mit. Im Geschäft Hellion von Mitausrichter Jürgen Hegewald schräg gegenüber gingen den ganzen Tag über Fans und Bands ein und aus. Auch die vier Musiker von „Condition Critical“ aus New Jersey – Tommy Gonzales (Gitarre), Dimitry Tebenkov (Drums), Alonso Meguino (Gitarre, Gesang) und Mike Dreher (Bass) – gaben Autogramme und kamen mit den Fans ins Gespräch. Gerade erst auf ihrer Tour aus Moskau eingeflogen, schauten sie sich entspannt um: „Hier laufen alle mit Metal-Shirts herum“, freute sich Gitarrist Tommy. „So gesehen die schönste Stadt, in der wir bisher waren.“ In ihrer Show präsentierten sie neun Titel ihres Albums „Operational Hazard“ und wurden ebenso wie die drei weiteren Bands vom dicht gedrängt stehenden Publikum gebührend metallisch bejubelt. „Nach dem Festival geht’s zurück in die Staaten zur nächsten kleinen Tour mit sechs Auftritten“, so Tommy.

Malte Fischer aus Boostedt bei Neumünster war mit seinem Kumpel Detlef „Turbo“ Friedrichs auf Wilhelmshaven dabei. Seit 2006 jedes Jahr da, freute er sich auf namhafte Bands wie „Riot“, „Anvil“, „Cage“ und „Soldier“. „Es macht immer wieder Spaß herzukommen. Nirgendwo sonst kann man mit den Musikern noch ein Bierchen trinken – hier geht das.“

Auch zwei Musikerinnen der Mädchenband „Lizzysw“ aus Spanien waren begeistert: „Es macht Riesenspaß und ist eine gute Atmosphäre“, sagte Bassistin Marina.

Neil Turbin, von 1982 bis 1984 Sänger der Band „Anthrax“, stellte sich mit seiner seit 13 Jahren bestehenden Formation „Death Riders“ mit seinem Old School Metal vor. „In Europa ist die Metalszene authentischer als in den USA“, fiel ihm auf. „Hier haben es Bands viel leichter, und in Itzehoe haben wir ein ganz ehrliches Publikum.“

Eine DVD vom Warm-up und dem Festival produziert ein fünfköpfiges Team von „Cathead TV“. „Einige Konzerte filmen wir auch komplett“, so Inhaber Kai Malter. „Wir müssen uns bei der Begeisterung zwar sichere Plätze suchen, aber es ist alles ganz entspannt.“

Fazit des Warm-ups von „Turbo“ Friedrichs: „Es war vorher schon ganz schön warm – jetzt ist es noch etwas wärmer.“

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