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Schlussverkauf : Heiße Phase positiv für den Handel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Inoffizieller Sommerschlussverkauf: Itzehoer Einzelhändler ziehen positive Zwischenbilanz.

Stark reduziert – Alles muss raus – Sale! Viele Schilder dieser Art sind derzeit die Schaufenstern zu sehen, denn der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Sommerwaren müssen allmählich Platz machen für den Herbst. Dabei hat das warme Wetter der letzten Wochen den Umsatz angekurbelt.

„Unser Sommerlager ist fast leer gefegt“, freut sich Hans Koch. In seinem Schuhhaus in der Bekstraße sind in der – wortwörtlich – heißen Phase „von morgens bis abends“ vor allem Damen-Sandaletten und Pantoletten über den Tresen gegangen. Die Ferien hätten dem Ganzen keinen Abbruch getan, sagt er.

„Hochsommerliche Sachen, vor allem Kleider und T-Shirts, sind gut abverkauft worden“, erzählt Siglinde Brückmann, Verkäuferin in der Kinderabteilung bei B&H. Bademode sei auch bei den Großen gefragt: „Wenn es auch noch günstig ist, bringt das Baden gleich noch viel mehr Spaß“, so Marco List, Leiter der Sportabteilung.

Bei wochenlanger Hitze braucht auch die Herrenwelt neue kurze Hosen, weiß Tanja Mentzel, Filialleitung bei Engbers. Die aktuelle „kleine Pause“ mit kühlerem Wetter sei aber „vielleicht ganz gut, um die Herbstware an den Mann zu bringen“.

„Keine Probleme, die Sommerware los zu werden“ gibt es bei Ernstings Family. „Aber auch die neue Herbstmode geht schon sehr gut“, berichtet Filialleiterin Roswitha Johnson. Ob gutes oder schlechtes Wetter sei, spiele dabei keine Rolle, eher das Preis-Leistungs-Verhältnis. „Ich wette, dass wir in den nächsten zwei bis drei Tagen keine reduzierte Ware mehr haben“, mutmaßt sie, während sie den Rotstift auf dem Preisschild ansetzt.

„Manch einer hat zugegriffen“, berichtet auch Bärbel Wallmann, Mitarbeiterin bei „Edith Fock in Mode“. „Schöne, flotte, sommerliche“ Kleidung sei sehr gefragt, insbesondere T-Shirts, Blusen und bunte Hosen, Strass, Farbe und Blumenmotive – „nicht immer nur Schwarz“. Der Verkauf der reduzierten Sommerware sei in dem Geschäft in der oberen Feldschmiede „bombig“ gelaufen. „Wir können uns nicht beklagen.“

Dem kann sich auch Yvonne Sievers, Mitarbeiterin in der Itzehoer Filiale von Esprit, anschließen. Im vorigen Jahr sei das Geschäft durch den kühlen Sommer längst nicht so gut gewesen wie jetzt, sagt sie. Insbesondere Kleider und Röcke seien gefragt. An heißen Tagen kämen die Kunden meist morgens vor der großen Hitze, so Sievers.

Einen gegenteiligen Eindruck hat Michael Roge, Inhaber vom Vision Fashion Shop in der oberen Feldschmiede: „Wenn das Wetter gut ist, sind die Leute nicht in der Stadt“, meint er. Badeshorts hat er bereits reduziert. Durch die großen Ketten sei er „leider dazu gezwungen, so früh damit anzufangen“.

Bei M & S Mode stehen alle Zeichen auf Ferien – aber im positiven Sinne: „Viele fahren noch in den Urlaub“, weiß Teamleiterin Sabrina Tiedemann. Dementsprechend decken sich ihre Kunden mit Kurzärmeligem, vor allem T-Shirts, ein. „Die Sachen laufen gut“, sagt sie.

Dass viele trotz des guten Wetters nicht zuhause bleiben, bestätigt Rita Hebbeln, Mitarbeiterin im Reisebüro Biehl. Viele wollten kurzfristig an die norddeutschen Küsten reisen. Dies sei angesichts der Buchungslage allerdings „schwierig“ gewesen. „Es war fast einfacher, Last Minute etwas im Flugbereich zu bekommen“, berichtet Hebbeln.

Von der Urlaubszeit profitiert auch Leder Meißner im Holstein-Center. Insbesondere in den ersten drei Ferienwochen habe sie viele Koffer und Reisetaschen verkauft, erzählt Filialleiterin Irmgard Josuweit. Aber auch Marken- und Saisonware, Schultaschen und Rucksäcke seien reduziert – und gefragt. „Jetzt ist die beste Zeit, um gut und günstig einzukaufen.“

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