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Gemeinschaftsschule : Heiße Phase am Lübscher Kamp

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gibt es genügend Anmeldungen für den eigenständigen Fortbestand der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp in Itzehoe? Eine Elternbefragung läuft, der Schulrat sieht Chancen

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erstellt am 20.Jan.2014 | 12:02 Uhr

Die entscheidende Phase hat begonnen für die Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp: Wird sie ihre Eigenständigkeit behalten? Das Verhalten der Eltern in den kommenden Wochen wird es zeigen. Die Stadt als Schulträger, der Schulrat und auch die Schule selbst zeigen sich vorsichtig optimistisch.

Hoffnungen weckt die Entwicklung im Land: Das neue Schulgesetz steht vor der Verabschiedung, dann werden die entsprechenden Verordnungen geändert – und diejenige über die Mindestgrößen der Schulen wohl mit als erste, meint Schulrat Arnold Rehder. Von der Forderung nach mindestens 300 Schülern auf einer Gemeinschaftsschule war seine Vorgängerin Gisela Zimmermann noch ausgegangen, daraus resultierte letztlich die Entscheidung, dass es für das kommende Schuljahr keine Anmeldungen mehr in Wellenkamp geben sollte.

Jetzt gibt es eine Tendenz zur Mindestzahl 240, am Lübschen Kamp sind es aktuell 245. So sagt der Schulrat: „Ich sehe eine Chance, dass meine Handlungsbasis eine andere ist.“ Wenn die politischen Veränderungen kämen, habe er es einfacher, weil der Automatismus weg falle. Dennoch ist weiter wichtig, dass für das Schuljahr 2014/15 mehr als eine fünfte Klasse zusammenkommt. Dafür drückt Rehder der Gemeinschaftsschule in Wellenkamp ebenso die Daumen wie der Schenefelder Gemeinschaftsschule – und begrüßt ausdrücklich beider Anstrengungen in der Öffentlichkeitsarbeit.

Mit einem Brief an die Eltern von Viertklässlern sind die kommissarische Schulleiterin Ingrid Ludwig und ihre Stellvertreterin Nicole Mayer-Mieck in die heiße Phase gestartet. Die Eltern sollen erklären, ob sie ihr Kind am Lübschen Kamp anmelden werden. „Wir haben uns auf das eigentliche Einzugsgebiet beschränkt“, sagt Ingrid Ludwig. Das sind die Eltern der Grundschule Wellenkamp sowie aus Kremperheide. Hoffnungen weckt aber auch das Prinzip der freien Schulwahl – immerhin gibt es schon eine Schülerin aus Horst und eine konkrete Anfrage aus Vaale. In ihrem Brief betonen die Schulleiterinnen die Vorteile am Lübschen Kamp: kurzer Schulweg, übersichtliche Schule mit jungem, engagiertem Kollegium, nette Schülerschaft – „jeder kennt jeden“. Hervorgehoben werden die Offene Ganztagsschule und die Möglichkeit, sowohl den Realschulabschluss zu erreichen als auch den Übergang ins Gymnasium, sowie die Unterstützung durch die Stadt.

Denn der Computerraum ist neu ausgestattet, die Sanierung der Fenster läuft weiter. „So lange die Stadt investiert, ist es ein gutes Zeichen“, sagt Ingrid Ludwig. Auch die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume steht auf dem Investitionsplan. Allerdings gibt es einen Sperrvermerk, der voraussetzt, dass ein fünfter Jahrgang zustande kommt. Bis dahin könnten Räume in der Waldorfschule mit genutzt werden, sagt Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung. Er betont aber auch: „Die Wahlfreiheit der Eltern steht über allem.“ Die Stadt könne nur die Bedingungen verbessern, und durch die Investitionsentscheidungen seien bereits Argumente gegen die Schule Lübscher Kamp widerlegt worden. Der Schulstandort werde bleiben, wobei die Frage, ob eigenständig oder als Außenstelle, für die Stadt weniger wichtig sei – für die Akteure an der Schule aber natürlich schon.

Gespannt werden die Ergebnisse der Elternumfrage erwartet. Sie sind wichtig für die Informationsveranstaltung am 12. Februar, entscheidend wird dann die Zeit vom 24. Februar bis 5. März: Dann laufen die Anmeldungen am Lübschen Kamp.

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