Entenrennen : Heiße Kopf-an-Kopf-Rennen

Weit mehr als 200 Besucher säumten das Ufer am Zieleinlauf.
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Weit mehr als 200 Besucher säumten das Ufer am Zieleinlauf.

Ente Nummer 241 hatte am Ende den Schnabel vorn. Aber bei den vielen Besuchern stand der Spaß beim Entenrennen auf der Brokstedter Au eindeutig im Vordergrund.

shz.de von
16. September 2014, 11:59 Uhr

„Meine steckt fest“, stellte ein Junge enttäuscht fest, um gleich von seinem Freund mit den Worten „Nee, warte, die kriegt noch die Kurve“ wieder aufgemuntert zu werden. Heiße Debatten waren am Streckenrand der Brokstedter Au beim 13. Entenrennen zu hören. Die Veranstaltung der Gilde hat sich über die Jahre hinweg ihren Charme für einen gelungenen Familienausflug erhalten und dient zudem noch einem guten Zweck: Der Erlös kommt in diesem Jahr der örtlichen Pfadfindergruppe zugute. Viele Enten wechselten schon lange vor der Veranstaltung den Besitzer, weil sie zu Hause noch verschönert wurden. So ließen sich die Teufelsente, die HSV-Ente, die WOA-Ente, Pfadfinderenten, Königinnen und viele andere herausputzte Rennenten vor ihrem Start noch bewundern.

„Wir wollten eigentlich nur zugucken, und dann haben wir auf einmal gewonnen“, freute sich Harald Schilling. Der Familienvater konnte noch kurz vor dem Start einige Enten ergattern und hoffte wie viele andere Entenbesitzer aus Brokstedt, Wrist, Armstedt und Sarlhusen auf einen der begehrten Preise. Doch zunächst blieb es spannend: Zwar war der Wasserstand gut, doch zeigte sich die Au auch ziemlich bewachsen und mit Entenflott versehen, das die Plastik-Enten aber nicht flott machte. Also blieb genügend Zeit für einen Klönschnack zu Gegrilltem oder Süßigkeiten. Die Pfadfinder boten Stockbrot am Lagerfeuer an und die Gilde sorgte mit einem Wasserbombenkatapult für Kurzweil vor allem beim jüngeren Publikum.

Erst nach über 30 Minuten war das erste Gelb in Sicht, und die Uferstrecke säumte sich mit den vielen gespannten Besuchern. Unangefochten war Ente Nummer 241 auf Siegeskurs und bescherte Joshua Prigge aus Sarlhusen den ersten Platz und damit einen Familienbesuch im Hansapark. Zwischen dem 2. und 3. Platz gab es Rangeleien. Erst überholte Ente 124 die 328, blieb dann aber kurz im Schilf hängen. Das nutze die 328 des neunjährigen Conrad Schilling aus und holte mit dem zweiten Platz einen Gutschein für die Holstentherme in Kaltenkirchen. Der Neumünsteraner Stefan Damerau konnte sich gleich zweifach freuen: Zum einen hatte ihm sein Chef Peer Stange (Elektrofachhandel) eine Renn-Ente spendiert, zum anderen sicherte ihm diese auch noch mit dem dritten Platz einen Verzehrgutschein in den Bürgerstuben.

Dass am Ende jede Renn-Ente in die Arme von Gildemitglied Axel Haake schwamm, dafür sorgten in einem Boot Tabea Diemke, Markus Buhmann und Lilly Leistner. An die 30 Gewinne wurden per Zieleinschwimmen vergeben und jedes Kind konnte zudem aus einem Fundus von Büchern, Schlüsselanhängern, Frisbeescheiben, Drachen und Regenschirmen einen Gewinn mit nach Hause nehmen. „Als neuer Vorsitzender bin ich mächtig stolz auf den Vorstand, der solche Aktivitäten mit wenig Leuten stemmt“, freute sich Joachim Polzin über das „super gut besuchte Entenrennen.“

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