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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 18:51 Uhr

SOMMER : Heiße Jobs: Schuften in der Hitze

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dicke Schutzkleidung, Grillwärme oder Werkeln in praller Sonne – einige Berufe sind im Sommer besonders schweißtreibend.

Kein Regentröpfchen, strahlend blauer Himmel, Sonne satt: Seit Wochen ist der Sommer im Norden zuhause. Auch heute sollen die Temperaturen die 30-Grad-Marke erreichen. Während die einen das Wetter im Schwimmbad und am Strand genießen können, müssen andere in der Hitze schuften.

So auch Björn Damerau (46) vom Bauhof, der mit seinen Kollegen auf dem ehemaligen Weese-Gelände in der Jahnstraße tätig ist. „Hier unten ist es schon extrem mit der Hitze“, sagt er, während er bei Windstille in der prallen Sonne Feldsteine verlegt. Um für die größte Mittagshitze gewappnet zu sein, helfe nur „viel trinken“ und wenn möglich „eine Pause mehr einlegen“, erklärt der Handwerker.

Der Sonne ständig ausgeliefert sind auch Dachdecker Carsten Klinkforth (53) und sein Kollege Chris Herzog (20). Doch Klinkforth weiß die Vorzüge der Arbeit an der frischen Luft und unter freiem Himmel zu schätzen: „Während andere in klimatisierten Büroräumen sitzen, können wir draußen in der Sonne tätig sein.“ Grundsätzlich ist Klinkforth, der für die Firma Carsten Braasch im Einsatz ist, mit seiner Arbeitsumgebung zufrieden. „Klar kann es sein, dass man an manchen Tagen ins Trudeln kommt“, so der Handwerker. Doch dies sei eher der Fall, wenn man gesundheitlich „mal nicht so auf dem Höchststand“ ist. „Viel trinken gleicht es dann wieder aus “, erklärt er, während er in kurzer Hose und T-Shirt auf dem Gerüst steht.

Davon können Jens Griffel (47) und seine Kollegen nur träumen. Feste Schuhe und dunkle Funktionshose, robustes Hemd und wasserabweisende Schirmmütze: Die Itzehoer Polizei ist mit einer
Dienstkleidung aus robustem Material ausgestattet – auch im Sommer. Unter Umständen ist es sogar angebracht, eine schusssichere Weste unter der ohnehin schon recht dicken Standarduniform zu tragen. „Bis vor einigen Jahren hatten wir noch eine andere Dienstkleidung, die glich aber eher einem Konfirmationsanzug“, berichtet Griffel.

Die einzelnen Kleidungsstücke der aktuellen Polizeiuniform seien nicht frei kombinierbar, „aber bei extremer Hitze kann schon mal eine Ausnahme gemacht werden“, so Griffel. Bei Außeneinsätzen sei es besonders wichtig, ausreichend Wasser mitzunehmen, da es meistens nicht abzuschätzen ist, wie lange Streife oder Einsatz dauern. Ein aktuelles Beispiel für die schweißtreibende Aufgabe ist der Wachdienst auf dem Wacken-Festival, wo sich die Kollegen laut Griffel „hauptsächlich in der prallen Sonne“ aufhalten. Seine Hoffnung an solchen Tagen: „Meistens hält die Hitzewelle nicht länger als ein paar Tage an.“

Da, wo Hanifi Gökdas arbeitet, ist es immer warm: Der 36-Jährige betreibt gemeinsam mit seiner Frau Mukadder den Dönerimbiss „Sultan Kebap“ in der Feldschmiede. Am offenen Grill schneidet er das Fleisch vom Dönerspieß, schon das Zuschauen als Kunde treibt buchstäblich den Schweiß auf die Stirn. Doch obwohl es dort je nach Wetterlage „sehr heiß“ sein kann, hat der Selbständige hat sich mittlerweile an die sommerliche Herausforderung gewöhnt. Sein zwölfstündiger Arbeitstag sei für ihn erträglich, so Gödkas. Immerhin für eine leichte Abkühlung sorgt die Lüftung in seinem Laden.

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