Heimatverband will dem Thema Heimat neuen Schwung verleihen

Die Akteure des Heimatverbandes mit ihrem Vorsitzenden Torsten Wendt (links).
Die Akteure des Heimatverbandes mit ihrem Vorsitzenden Torsten Wendt (links).

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11. Juni 2014, 18:15 Uhr

Der neue Schwung, den das Thema Heimat durch das „Heimatbuch“ erfahren hat, soll auf die weitere Arbeit des Heimatverbandes übertragen werden. In dem von der Vereinigung herausgegeben Buch sind die Vorstellungen von Schülern der Fehrs-, der Klosterhofschule und des Sophie Scholl Gymnasiums dargestellt. Das Buch hat über die Grenzen des Kreises hinaus Beachtung gefunden und unter anderem zu einem Auftritt von drei Kindern der Fehrsschule auf einer Fortbildungsveranstaltung der Serviceagentur Bildungslandschaft Schleswig-Holstein in Kiel geführt.

Dieses Thema stellte der Vorstand des Steinburger Heimatverbandes in seiner ersten Sitzung nach der Jahresversammlung unter der Leitung seines neu gewählten Vorsitzenden Landrat Torsten Wendt in den Vordergrund. Die Entwicklung hin zu einem zeitgemäßen Begriff von Heimat werde nach Einschätzung von Sprecher Karl-Heinz Zander auf vielen Ebenen deutlich. „Heimat darf sich nicht verschließen, sondern muss allen, die hier leben offen stehen.“ Die Vortragsreihe für das kommende Winterhalbjahr werde deshalb mit einer Diskussion zum Thema Heimat beginnen.

Das größte Kapital des Heimatverbandes seien seine vier sehr lebendigen Arbeitsgruppen für Archäologie, Botanik, Kultur- und Regionalgeschichte und Plattdeutsch. Darüber hinaus wollen die Akteure die Zusammenarbeit mit befreundeten Organisationen wie den Plattschnackers oder der Detlefsen-Gesellschaft oder Einrichtungen wie dem Kreismuseum intensivieren. Dazu wies der Leiter der Kultur- und regionalgeschichtlichen Arbeitsgruppe, Ingo Lafrentz, der unter anderem für die Informationstafeln vor historisch und kulturell interessanten Gebäuden oder Monumenten im Kreis zuständig ist, daraufhin, dass viele Gemeinden dieser Hintergrund gar nicht mehr bekannt ist. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit soll dem entgegenwirken, ebenso wie Erstellung geeigneter Materialien.

Die diesjährige Studienfahrt orientiert sich übrigens an dem für Schleswig-Holstein so bedeutendem Jahr 1864, dass gerade im 150-jährigen Rückblick große Aktualität erfährt. Die Reise am 13. September führt an historische Stätten: Danewerk, Historischer Krug Oeversee und den Düppeler Schanzen.

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