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Neubaugebiete : Heimat für große und kleine Glückstädter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viele Gründe führen die Bauherren in den Tegelgrund: Hier leben alt und jung in idyllischer Umgebung nebeneinander. Viele Bauherren kommen aus dem Hamburger Raum.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Früher Weideland, heute Wohngebiet. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn es darum geht Bauplätze zu schaffen. Allerdings hielt der grünende Zustand am Tegelgrund in Glückstadt streckenweise rund 15 Jahre lang an.

Fast von Anfang an sind Helga und Johnny Boos hier zuhause. Das ältere Ehepaar erbaute sein stattliches Backsteinhaus als eines der ersten im zweiten Bauabschnitt auf einem Eckgrundstück am aüßeren Rand des Gebietes, angrenzend an einen Sandweg, umsäumt von einer Obstbaumwiese. „Mit bevorstehendem Rentenalter“ entschlossen sie sich dazu ihr Haus in der Innenstadt zu verkaufen und neu zu bauen. Auf 146 Quadratmetern leben sie nun und verbringen ihre Zeit am liebsten auf Reisen und im eigenen Garten. Letzterer zeugt von der (Rad-) Wanderleidenschaft des Paares: Ob Höri-Zwiebeln von der Schweizer Grenze oder ein Maronenbaum aus dem Altmühlental – Familie Boos bringt regelmäßig Souveniers für den eigenen Obst- und Gemüseanbau mit nach Hause. Aber auch original Glückstädter Tomaten, Zucchini, Gurken, Rosmarin, Salbei, Mangold, Äpfel und Weintrauben finden sich hier. Andere Gartenbewohner sind einem der vier Enkel zu verdanken: „Weil er nicht wusste wohin damit, hat er uns drei Goldfische in den Teich gesetzt - heute sind es über 100“, lacht Johnny Boos.

Während sich in diese Ecke des Wohngebietes schon lange kein Baugerüst und kein Betonmischer mehr verirrt haben, sind die Bauarbeiten zwei Straßen weiter noch in vollem Gang. „Bis vor zwei Jahren war hier gegenüber noch eine große Wiese“, erinnert sich Anwohnerin Silke Boldt, die seit 1998 in ihrem schmucken Häuschen lebt. Erst als die Stadt die Preise für die letzten, innen liegenden Grundstücke in der ersten Hälfte des Wohngebietes gesenkt hat, fanden diese einen neuen Besitzer und sind beziehungsweise werden inzwischen allesamt bebaut.

Genau dort ist das skandinavisch anmutende Holzhaus von Familie Thiesen-Dederichs bereits mit Leben gefüllt. Ursprünglich kommt Sebastian Dederichs aus Freiburg, seine Frau Levke aus Schleswig. Vor vier Jahren haben sie sich für Glückstadt als Wahlheimat entschieden.

Im September 2011 hat das Ehepaar mit ihren Söhnen Jannes (5) und Matthis (6) das 180 Quadratmer große Eigenheim auf einem großzügigen Doppelgrundstück bezogen, Baubeginn war im April. „Hier würde ich niemals hinziehen“ dachte sich Dederichs zunächst, als er die „zu kleinen Grundstücke“ im Tegelgrund sah. Doch dann wurden zwei Grundstücke kurzfristig frei - und kosteten halb so viel wie früher. Seither fühlt sich die Familie hier wohl.

Während sie auf dem Rasen spielen oder die Sonne auf der Terrasse genießen, wird nebenan noch fleißig gearbeitet. Gerade ist Bauherr Ralf Müller mit seinem Vater Wolfgang und Daniel Asmus auf dem Gerüst am Werk: Isolierung und Eindeckung des Daches erledigen sie in Eigenleistung. Unten spielen Lene (5) und Anna (8), toben um das Haus und haben sichtlich Spaß, während Barbara Müller-Broders wachsam daneben steht. Sie und ihr Mann hatten sich im Sommer 2012 für das Grundstück entscheiden, im April mit dem Bau begonnen, im November möchten sie einziehen. Die gebürtigen Glückstädter wollten „auf jeden Fall“ in Glückstadt bleiben, fanden jedoch kein passendes Objekt. „Die Räumlichkeiten waren nicht überzeugend , die Kinderzimmer viel zu klein, die Häuser sehr alt und dafür viel zu teuer.“ Schließlich konnten sie das letzte Grundstück im Tegelgrund ergattern. Ihre Kinder können hier in ruhiger Umgebung aufwachsen, erreichen Schule, Kindergarten und ihre Freunde schnell.

Aus eben solchen Gründen hat sich auch Familie Grothkopp-Steiner mit drei kleinen Kindern für den Tegelgrund entschieden. Das ist jetzt zwölf Jahre her. Damals hatten sich Antje Grothkopp-Steiner und ihr Mann Fridtjoff Steiner für ein Holzhaus an der rückwärtigen Grenze des Wohngebietes entschieden – und sich mit dem Bau sehr beeilt, um die direkte Einschulung der Kinder in Glückstadt zu ermöglichen.

Ursprünglich kommt die Familie aus Hamburg. „Wir wollten, dass die Kinder in einer Kleinstadt aufwachsen“, so die dreifache Mutter. „Wunderschönes Grün“, Hafen und Wasser sowie Bahnanschluss, Krankenhaus und alle vorhandenen Schulformen hätten sie überzeugt. Gern erinnert sie sich an die Zeit zurück, als ihr Haus noch nahezu allein stand. „Die leeren Grundstücke gegenüber standen oft unter Wasser. Im Winter sind wir dort Schlittschuh gelaufen, im Sommer haben die Kinder Frösche gefangen. Das waren wunderbare Jahre.“

Inzwischen sind Mareike, Nele und Knud dem Grundschulalter längst entwachsen, haben zum Teil ihren Schulabschluss bereits in der Tasche. Während der Nachwuchs Zukunftspläne schmiedet, engagiert sich ihre Mutter im kulturellen Bereich, beispielsweise als Organisatorin der Kunstausstellung „Horizonte 13“. Sie alle sind angekommen, in ihrer Heimatstadt an der Elbe.

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