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Zugverkehr : Heiko Schlüter kritisiert neuen Fahrplan – Kampf um gute Zugverbindung geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Neue Bahnverbindungen von Glückstadt nach Hamburg

von
erstellt am 26.Okt.2014 | 08:30 Uhr

„Am 14. Dezember wird ein Schrei durch Glückstadt gehen.“ Dies prophezeit Heiko Schlüter. Der Glückstädter kennt bereits den neuen – und lange umstrittenen – Fahrplan. „Es wird deutliche Einschränkungen geben.“ Vielen Pendlern sei noch nicht bewusst, wie oft sie werden umsteigen müssen. So auch, wenn sie im Sommer nach Westerland wollten.

Seit Jahren setzt sich Heiko Schlüter für die Rechte von Pendlern ein (wir berichteten). Unter anderem wurden unter seiner Federführung Unterschriften für eine Petition gesammelt. Ziel waren bessere Anbindungen der Züge.

Für Heiko Schlüter ist der Kampf um eine bessere Anbindung des Zugverkehrs in Glückstadt noch nicht zu Ende. Die Verantwortlichen sieht er bei der landesweiten Verkehrsservice-Gesellschaft (LVS). Eine Hamburger Zeitung titelte jüngst mit „Schneller nach Sylt: Bahn will Fahrtzeit deutlich verkürzen.“ In dem Bericht gibt es eine Aussage, die Heiko Schlüter als deutliche Absage gen Glückstadt sieht. „Endlich hat die LVS die Karten auf den Tisch gelegt, warum in Glückstadt ab Dezember 2014 die meisten NOB Züge nicht mehr halten können.“ In der Zeitung habe der Geschäftsführer der (LVS), Bernhard Wewers, klargestellt, dass es nur um schnellere Verbindungen zur Insel Sylt geht. „Und diese sind nur möglich, wenn der Halt in Glückstadt wegfällt. Nicht die über 2000 Pendler aus Glückstadt haben einen Vorrang. Die Fahrtzeiten der Urlaubsgäste haben oberste Priorität.“

Auch werde wiederholt mit dem Argument der kurzen Bahnsteige argumentiert, obwohl meistens nur ein (maximal zwei) NOB-Züge täglich mit zwölf Wagen fahren und für alle anderen NOB-Züge der Halt in Glückstadt kein Problem darstellen würde. „Von engen Korridoren auf den Gleisen ist heute schon keine Rede mehr.“

Heiko Schlüter hat sich diesbezüglich bereits mit Politikern und Pendlern in Verbindung gesetzt und sie auf diesen Punkt aufmerksam gemacht.

Für ihn ist klar, dass der Kampf um bessere Anbindungen weiter gehen muss. Allerdings hat er auch von einigen Glückstädter Politikern die Rückmeldung bekommen, dass dies nicht erwünscht sein. Aus Furcht, Glückstadt könnte ein negatives Image bekommen.

Er selbst arbeitet seit kurzem im Klinikum Eppendorf. Auch für ihn haben die neuen Zugverbindungen mit der Nordbahn (siehe Artikel oben) und der wenigen verbleibenden Halts der Nordostsee-bahn (NOB ) Nachteile. Morgens würde er mit der NOB bis Altona fahren und dann weiter per Rad nach Eppendorf. Nachmittags ginge es per Rad dann nach Dammtor und zurück mit der Nordbahn. Schon jetzt ahnt er, dass der Zug voll sein wird und er Probleme bekommt, sein Faltrad mitzunehmen.

Was sich aus Sicht der Pendler verbessert hat, ist die Anbindung zum Hamburger Hauptbahnhof. „Der stündliche Takt ist eine deutliche Verbesserung.“

Anders sieht es bei Fahrten nach Altona aus. „Ab 8 Uhr geht es von Glückstadt nicht mehr nach Altona.“ Dies sei schlecht für diejenigen, die im Einzelhandel arbeiten und später anfangen. „Sie müssen früher fahren oder den Umweg über Dammtor nehmen.“ Das bedeutet bis zu einer Stunde pro Fahrt. Tagsüber würden erst wieder zwischen 14.55 und 17.15 Züge nach Altona fahren.

Wer morgens umgekehrt von Altona nach Glückstadt fahren will – so zum Beispiel ein Arzt, der in Glückstadt seine Praxis hat – kann nur um 5.14 Uhr fahren. Der nächste Zug gen Glückstadt geht erst um 14.55 Uhr. „Dazwischen fährt nichts.“ Beim Schülerverkehr, der nur noch stündlich stattfindet, fragt sich Schlüter: „Ob das dann mit dem Busfahrplan passt?

Der gesamte Fahrplan solle Verbesserungen für eine schnelle Strecke Hamburg-Westerland bringen. Das Glückstadt dafür geopfert wird, kann Schlüter nicht nachvollziehen.

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