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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 00:13 Uhr

Stillstand : Haus & Grund für Tempo 30

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Eigentumschutzgemeinschaft kritisiert Stillstand beim Problemfall Landesstraße 116.

Großer Andrang bei der Jahresversammlung der Eigentumschutzgemeinschaft Haus & Grund Münsterdorf und Umgebung: Zur Jahresversammlung begrüßte Vorsitzender Cord Plesmann über 150 Personen.

Im Zuge seines Jahresberichts kritisierte Plesmann – er wurde im Lauf der Versammlung einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt – im Zusammenhang mit der Einschränkung des öffentlichen Straßenverkehrs auf der Landesstraße 116 zwischen dem Abzweiger zu den Moordörfern (L 115) und dem Ortseingang der Gemeinde Lägerdorf die fehlende Perspektive: „Keiner der Landespolitiker hat sich bisher verbindlich dazu geäußert, ob die Verkehrsanbindung überhaupt noch eine Zukunft hat.“ Mancher Autofahrer habe aufgrund der künstlichen Verschränkung auf eine Durchfahrtsbreite von 1,80 Meter Blechschaden gehabt. „Hier muss auf Dauer einfach eine Lösung gefunden werden.“ Infolge des „ungelösten Problems der L 116“ habe der Schwerlastverkehr auf der Verbindungsstraße zwischen Münsterdorf und Lägerdorf (K 64) erheblich zugenommen. Folgen seien Lärmbelästigung sowie Schäden an der Fahrbahn und an den Kanaldeckeln: „Hier lautet unser Vorschlag, Münsterdorf vollständig zu einer 30 km/h-Zone erklären zu lassen.“ Letztlich sei die Durchgangsstraße durch Münsterdorf die einzige Straße im Ort, in der Geschwindigkeiten nicht durchgängig reduziert sind. Zugleich plädierte Cord Plesmann dafür, dass mehr für die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer in der Deichstraße und in der Kirchenstraße getan wird: „Für die Radfahrer sollte eine eigenständige Spur auf der Fahrbahn eingezeichnet werden.“

Das Neubaugebiet „Lüttmoor“ sei für ihn „eine Erfolgsgeschichte“. Und dennoch: „Im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung regen wir an, das gesamte Neubaugebiet als Spielstraße auszuweisen.“ 52 Kinder lebten dort. Diese Zahl spreche für sich.

Plesmann befasste sich auch mit Fragen des Wohnwerts. Münsterdorf sei für ihn „Mittelpunktgemeinde des Kreises Steinburg“ und hätte beste Voraussetzungen, die nächsten 15 Jahre gut dazustehen. Der Wohnwert mache sich fest an der guten Infrastruktur mit Kindergarten, Schule, Kirche, Einkaufsmöglichkeiten oder medizinischer Versorgung. Jeder müsse darauf achten und die Möglichkeiten innerhalb einer Gemeinde auch in Anspruch nehmen: „Wenn die Angebote in Münsterdorf oder in Lägerdorf nicht wahrgenommen werden, werden sie über kurz oder lang verschwinden. Unsere Gemeinden werden dann zu Schlafdörfern degenerieren.“ Das dürfe nicht passieren.

Zuvor hatten mehrere Gäste Grußworte gesprochen: Münsterdorfs stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Ziegler bekundete ihren Stolz, „so einen riesigen und tatkräftigen Verein im Dorf zu haben, auf den man zählen kann“; Karl-Heinz Gülck, stellvertretender Bürgermeister in Lägerdorf, sprach darüber, dass Gemeinschaften wie Haus & Grund für die Bevölkerung ein wichtiger Anlaufpunkt sind. Etwas Zählbares mitgebracht hatte Hans-Joachim Gründel: Der Bezirkskommissar der Provinzial-Versicherung überreichte einen Gutschein über einen Bürokostenzuschuss.

Zum Abschluss der Veranstaltung referierte der Verbandsvorsitzende von Haus & Grund, Alexander Blažek, über aktuelle politische Themen: Er wandte sich gegen die so genannte Mietpreisbremse und sieht sich in der Frage vom Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Andreas Breitner, gestützt. Im Zusammenhang mit der Neuregelung des Denkmalschutzes werde sich sein Verband dafür einsetzen, dass die landespolitischen Bestrebungen im Sinne der Mitglieder von Haus & Grund „funktionieren“.

Ergebnis der Wahlen: Cord Plesmann (Erster Vorsitzender), Alexander Steffen (Schriftführer), Dieter Steffen (Beisitzer). Ehrungen: Kirsten Abromeit und Detlev Timm (beide 25 Jahre im Verein), Reinhardt von der Heyde (für 30-jährige Mitarbeit im Vorstand).



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erstellt am 26.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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