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Festgottesdienst : Haus für schwere und schöne Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Festgottesdienst war ein Höhepunkt bei den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Wackener Heiligen-Geist-Kirche. Zahlreiche Gäste kamen in Tracht der damaligen Zeit. Unter den Gästen war auch Propst Matthias Krüger.

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erstellt am 09.Okt.2013 | 11:45 Uhr

Die Kirchengemeinde Wacken feiert in jedem Jahr ihren Erntedankgottesdienst, doch im Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen der Heiligen-Geist-Kirche wurde er als ein ganz besonderer Festgottesdienst begangen. Gemeinsam hatten Pastorin Petra Schneider und Propst Matthias Krüger den Gottesdienst unter den Wochenspruch „Aller Augen warten auf Dich Herr…“ gestellt. In der von den Landfrauen geschmückten Kirche ging der Propst in seiner Predigt auf die besondere Verbindung von Erntedank und Kirche ein. Wichtig, so der Propst, sei es, neben Nahrung und Essen die ideellen Werte nicht zu vergessen.

In seinem Fürbittgebet, das er zusammen mit Pastorin Schneider sprach, mahnte er mit Blick auf das Flüchtlingsdrama in Lampedusa, die Verantwortung auch für andere mitzutragen. Musikalisch war der Gottesdienst von Klaus Schneider an der Orgel und vom Kirchenchor umrahmt worden.

Alle Gottesdienstbesucher, darunter auch zahlreiche französische Gäste aus dem Département Charente, die fünf Tage lang im Amt Schenefeld zu Besuch waren und am Vortag schon am Ernteumzug in Vaale teilgenommen hatten, waren anschließend zum Gemeindefest im Harald-von-Neergaard-Haus eingeladen.

Petra Schneider, die inzwischen ihren Talar mit einer Tracht ausgetauscht hatte, wie man sie um 1864 in der Wilstermarsch getragen hat, begrüßte ihre Gäste und dankte Propst Krüger für den wunderbaren Gottesdienst. Auch die Mitglieder des Kirchengemeinderates trugen Kleidung aus dieser Zeit.

Ein besonderer Willkommensgruß der Pastorin galt auch den früheren Wackener Pastoren Jürgen Stümcke, Astrid und Henning Halver und Lars Därmann sowie Amtsvorsteher Dirk Michels und den Repräsentanten der zehn zugehörigen Dörfer des Kirchenkreises. Sie sei begeistert von der großen Resonanz an der Jubiläumsfeier wie zuvor schon von den zahlreichen gut besuchten Veranstaltungen in den Nachbarschaftsdörfern. „So viele Gruppen haben diese großen und kleinen Feiern anlässlich des 150-jährigen Jubiläums unserer Kirche mitgestaltet, dafür möchte ich heute meinen herzlichen Dank aussprechen“, so die Pastorin.

Seine Glückwünsche im Namen des Amtes Schenefeld überbrachte anschließend Amtsvorsteher Dirk Michels. Die Heiligen-Geist-Kirche bezeichnete er als ein Gotteshaus, das viel von schweren und schönen Zeiten, von Angst, Glück und Menschlichkeit berichten könnte. Seit dem Bestehen der Kirche hätten 15 Pastoren den Glauben in die Bevölkerung getragen sowie auch ebenso viele Kirchenvorsteher und ein engagiertes Personal.

Bürgermeister Axel Kunkel blickte in seiner Rede zurück „auf eine schwere Entscheidung, die damals getroffen wurde, als sich Wacken und zur gleichen Zeit auch Todenbüttel von dem großen Kirchspiel Schenefeld trennten. „Näher am Menschen“ sei damals die Devise von Harald von Neergaard und vielen Befürwortern gewesen, denn der Weg von den Dörfern in die Schenefelder Bonifatiuskirche sei damals sehr beschwerlich gewesen. Die heutigen Aufgaben der Kirche bezeichnete Kunkel als „ein nie endender Pfad mit immer neuen Herausforderungen wie Beweglichkeit und Flexibilität“. Mit einem Dankeschön für die gute Zusammenarbeit überreichte der Gemeindechef Petra Schneider Blumen und einen Zuschuss für die weiteren kirchliche Aufgaben. Seinen Dank für die gute Zusammenarbeit überbrachte im Namen der Feuerwehr Wacken Holger Schüttau als stellvertretender Wehrführer, und herzliche Grüße vom Kirchspiel Schenefeld übermittelte Claus Hauschild vom Schenefelder Kirchengemeinderat.

Mit einem gemeinsamen Essen und dem Auftritt der Vaaler Trachtengruppen wurde das Programm fortgesetzt. In gemütlicher Runde ließ man das Gemeindefest bei Kaffee und Kuchen ausklingen.


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