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Insolvenz abgewendet : Haus Elim: Zukunft gesichert

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Neustart mit der Fachkliniken Nordfriesland GmbH. Die 14 Mitarbeiter der Einrichtung werden übernommen.

Im Juni meldete der Vorstand des damaligen Trägerverein zur Förderung der Rehabilitation Gefährdeter für das Haus Elim in Wilster vorläufige Insolvenz an. Eine Fortführung als eingetragener Verein bot keine Zukunftsperspektive mehr. Leiter Dietmar von Seht zeigte sich „guten Mutes, dass eine Sanierungslösung zeitnah gefunden wird“. Das sollte sich bestätigen. Nun freut sich Dietmar von Seht, dass mit der Fachkliniken Nordfriesland gGmbH ein neuer Träger gefunden wurde.

„Mit den Fachkliniken Nordfriesland bestand bereits eine langjährige und gute Zusammenarbeit im Bereich suchtkranker Menschen“, erläutert Monika Mock, stellvertretende Leitung des Hauses Elim, im Pressegespräch. „Wir freuen uns, dass auf diese Weise ein Neustart für das Haus Elim möglich wird und dass wir unsere Arbeit in neuer Trägerschaft fortführen können.“ Dies biete die notwendige Sicherheit für die Klienten und Mitarbeiter der Einrichtung.

„Haus Elim ist eine erhaltenswerte Einrichtung. Sie leistet wertvolle Arbeit und hat in der Region einen guten Namen“, unterstreicht Ingo Tüchsen, Geschäftsführer der Fachkliniken Nordfriesland (FKLNF). Mit der Zusammenarbeit werde das Vernetzungsangebot der Fachkliniken weiter vervollständigt, erläutert er die Gründe für die Aufnahme des Hauses Elim in den Verbund der Fachkliniken. Die 14 Mitarbeiter wurden zum 1. Oktober in ein Tochterunternehmen der FKLNF „Haus Elim GmbH“ übernommen. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen und heißen sie herzlich willkommen“, so Tüchsen, der auch die Geschäftsführung der neugegründeten GmbH übernimmt. Durch Neugründung war es möglich, den Namen Elim zu erhalten und fortzuführen. Bereichsleiter vor Ort bleibt Dietmar von Seht.

Die bestehenden Angebote des Hauses Elim in den Bereichen „Betreutes Wohnen“ und „Wiedereingliederung“ für Abhängigkeitskranke im Kreis Steinburg in Wilster und im Kreis Pinneberg in den Städten Wedel und Uetersen bleiben erhalten. Dagegen fallen die Adaptionsplätze zum Ende des Jahres 2015 weg. Die Adaption beinhaltet die berufliche Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. „Aufgrund einer für 2015 vorgesehenen Konzentration des Leistungsangebotes ‚Adaption‘ auf nur vier Einrichtungen im Land, die die von der Rentenversicherung geforderten strukturellen Voraussetzungen erfüllen, kann die Adaption im Haus Elim nur bis Ende 2015 erhalten bleiben“, erklärt dazu Ingo Tüchsen. „Die Fachkliniken Nordfriesland gehören zu den Anbietern, die die Adaption fortführen, so dass in der internen Vernetzung der Gesellschaften den betroffenen Menschen unbürokratisch Adaptionsplätze bei uns vermittelt werden können. “ Die Häuser ergänzten sich auch auf weiteren Ebenen, so böten die Fachkliniken Nordfriesland beispielsweise die stationäre Therapie in der Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik und in der Fachklinik für Rehabilitation an. Weiterhin bestehen ambulante Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten (nähere Informationen unter www.fklnf.de).

„Die Zusammenarbeit war, ist und wird gut und ist ganz im Sinne der Betroffenen“, da sind sich Ingo Tüchsen, Dietmar von Seht und Monika Mock einig. „Die Bewohner fühlen sich wohl bei uns“, führt Monika Mock weiter aus. Zurzeit seien 24 der insgesamt 29 stationären Plätze belegt, die Verweildauer liegt durchweg zwischen acht Wochen und einem halben Jahr. Allerdings entspricht der angemietete Gebäudekomplex an der Burgerstraße nicht mehr in allen Punkten aktuellen Anforderungen. Darum werde sich der neue Träger auch nach einem neuen, zeitgemäßeren Domizil umsehen. „Wir würden gern in Wilster bleiben“, betonen Tüchsen und Mock.





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erstellt am 30.Okt.2014 | 12:00 Uhr

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