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Probleme : Haus der Jugend – teurer und später

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Probleme beim neuen Haus der Jugend in Itzehoe. Genauere Planung ergibt Mehrkosten in Höhe von 750 000 Euro – und Untergrund mit Öl verunreinigt.

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erstellt am 30.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Probleme mit dem Baugrund. Verunreinigung des Bodens durch Öl. Und erhebliche Mehrkosten. Es gibt lauter schlechte Nachrichten zum Haus der Jugend, das an der Grunerstraße entstehen soll. Montag berät der Finanzausschuss.

Der Bürgerentscheid ist gut ein Jahr her. Kein Treibhaus auf Alsen, sondern ein Haus der Jugend für weniger Geld an der Grunerstraße an der Ecke Adolf-Rohde-Straße, so lautete das Ergebnis. Danach wurden die für das Alsen-Projekt gestoppten Planungen wieder aufgenommen und verfeinert, das Gebäude soll nun auf dem derzeitigen Parkplatz- und Wiesengelände entlang der Adolf-Rohde-Straße entstehen (wir berichteten). 3,05 Millionen Euro hat die Stadt dafür bereit gestellt, die Mittel aber gesperrt, bis die Haushaltsunterlage Bau fertig ist. Diese haben die Architekten nun vorgelegt: Sie ermittelten Kosten in Höhe von fast 3,8 Millionen Euro, 750 000 Euro mehr als vorgesehen.

Zwei große Punkte sind dabei die Verlegung der Regenwasserleitung entlang der Itze in rund acht Meter Tiefe (255 000 Euro) und die Ausstattung des Gebäudes für 114 000 Euro, die bislang nie in den Planungen enthalten war. Zudem werden 141 000 Euro für eine Bohrpfahlgründung veranschlagt. Denn der Baugrund könnte besser sein. Neun kleine Bohrungen in Tiefen von fünf bis zehn Metern hatte das Gebäudemanagement veranlasst. Danach war klar, dass der aufgeschüttete Boden, der auch Bauschuttreste enthält, eine aufwändige Gründung erforderlich macht.

Damit nicht genug: Bei den Bohrungen kam teilweise Ölgeruch aus der Tiefe des Geländes, auf dem einst die Gruner-Druckerei stand. Die Stadt stimmte sich mit dem Kreis ab, nun muss der Boden saniert werden – ob gebaut wird oder nicht. Aber das Erdreich bis zu einer Tiefe von zehn Metern austauschen? „Nicht wirtschaftlich darstellbar“, urteilt die Verwaltung in der Vorlage für den Finanzausschuss. Vorgesehen ist nun eine chemische Oxidation beispielsweise mit Wasserstoffperoxid. Die Kosten sind offen, zunächst soll mit weiteren Bohrungen ermittelt werden, wie groß die Verunreinigung und was das beste Sanierungskonzept ist. Darüber soll der Ausschuss am Montag beschließen und auf den Weg bringen, dass die zusätzlichen 750 000 Euro eingeplant werden – mit einer Verpflichtungsermächtigung für das Jahr 2016.

Eigentlich sollte der Bau im vierten Quartal beginnen. Angesichts der neuen Lage macht das Gebäudemanagement aber klar: Die Aufträge für die nächsten Leistungsphasen werden nicht erteilt, bis die Finanzierung des gesamten Projekts gesichert ist. Klare Folge: Das Vorhaben verzögere sich.


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