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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 01:17 Uhr

Hauchdünner Sieg für Hohenlockstedt

vom

Im Wettstreit der Gewerbevereine: Trotz kräftiger Muskeln hatten die Kellinghusener zum dritten Mal das Nachsehen

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Hohenlockstedt | Dramatische Szenen ereigneten sich am Wochenende auf dem Flugplatzgelände am Hungrigen Wolf. Zum dritten Mal traten hier die muskelgestählten Mitglieder des Kaufmännischen Vereins Kellinghusen gegen die harten Kerle und taffen Mädels vom Gewerbeverein Hohenlockstedt an. Dabei ging es um nichts Geringeres als um Spaß und Ehre.

Zehn Spiele standen auf dem Programm, die von Thomas Claaßen moderiert und von Mühlenbarbeks Bürgermeisterin Kerstin Stark-Karczewski und Amtsvorsteher Clemens Preine gerichtet wurden. Anders als in den vergangenen zwei Jahren, in denen die Hohenlockstedter ihren Gegnern von Anfang an keine Chance ließen, griffen die Kellinghusener in diesem Jahr an. Ob Teebeutelweitwurf, Kaufmann ärgere dich nicht oder Luftballontransport zwischen den Beinen zweier Personen - die Kellinghusener machten ihren Kontrahenten das Leben schwer.

Klar durchsetzen konnte sich das Team um Timo Laackmann beim Gegenständeertasten mit verbundenen Augen: Ob Inhalator von Pohl-Boskamp, Keramikglocke von KMK oder eine handelsübliche Kloschüssel - die Kellinghusener bewiesen Fingerspitzengefühl und Nerven wie Drahtseile. Ganzen Körpereinsatz und eine gehörige Portion Humor bewiesen sie auch beim Kleidertausch mit verbundenen Augen: Reimer Tetens war gerade dabei sich einen BH anzuziehen, da begann es wie aus Eimern zu regnen. Zuschauer und Spieler verließen fluchtartig das Gelände und retteten sich unters Dach. So auch Tetens, nur mit Hose, BH und blickdichter Taucherbrille bekleidet. "Genau meine Größe!" scherzte er, während seine Teamgenossen nach Leibeskräften das Zelt vor dem Abheben bewahrten. Und damit nicht genug: Als die richtige Musik aus den Lautsprechern ertönte, ließ er sich einen leichtbekleideten Tanz durch den Regen nicht nehmen.

Trotz sintflutartigen Regenschauers ging es auch danach munter weiter. Beim so genannten Hummerspiel setzen die Hohenlockstedter ihren Joker - und gewannen mit doppelter Punktzahl. Auch beim Musiktitel raten und beim Schokolade essen mit Besteck konnten sich die Hohenlockstedter gegen ihren zähen Gegner durchsetzen. Wichtige Punkte sicherten Hohenlockstedts neuer Bürgermeister Jürgen Kirsten und seine Frau Jutta beim Bürgermeisterspiel.

Obwohl die Kellinghusener beim Tauziehen ihre gestählten Muskeln unter Beweis stellten und die schmächtigen zehn Hohenlockstedter locker über den Rasen zerrten, war bis zum Schluss nicht klar, wer den Pokal mit nach Hause nehmen darf. Doch die Schiedsrichter sorgten für Klarheit und für minutenlangen Jubel auf Hohenlockstedter Seite. Das Team um Regina Payonk hatte zum dritten Mal in Folge gesiegt: Hauchdünn mit fünf Punkten Vorsprung. "Hattrick erfüllt!", freuten sich die Gewinner. Für die Zweitplatzierten und Sieger der Herzen gab es einen Trostpreis der besonderen Art: Eine schwarzbraune Schokotorte, die auf einem Toilettendeckel angerichtet und mit dem Schriftzug "Verlieren ist scheiße!" betitelt war. In geselliger Runde verspeisten die Mannschaften sie gemeinsam zu späterer Stunde.

"Eine tolle Traditionsveranstaltung, die dazu beiträgt, die Bande zwischen Hohenlockstedt und Kellinghusen enger zu knüpfen", so Bürgermeister Kirsten.

"Der Spaß stand absolut im Mittelpunkt", resümierte auch Regina Payonk. Auch im nächsten Jahr solle die Veranstaltung wieder durchgeführt werden. Der Erlös der Tombola, für die zahlreiche Betriebe aus beiden Ortschaften zahlreiche Preise stifteten, beläuft sich auf mehr als 1000 Euro und geht in diesem Jahr an den Kreisjugendring Steinburg.

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