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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 18:05 Uhr

Jahrmarkt : Hat Wilsters Kirmes eine Chance?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Wilster-Jahrmarkt war auch in diesem Jahr nicht der große Renner. Nun suchen CDU und SPD gemeinsam nach Lösungen zur Attraktivitätssteigerung.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 17:36 Uhr

Der Wilster-Jahrmarkt 2014 stand unter einem schlechten Stern – und dafür waren in diesem Jahr gleich mehrere Gründe verantwortlich. Das zeitgleich ausgerichtete Wacken Open Air, der Sommer-Dom in Hamburg, die dort veranstalteten Cruise-Days – viel Konkurrenz für Wilster. Hinzu kam die Hitze, aber auch „hohe Standgebühren“ und die „Preise der Schausteller“ wurden kritisiert und für das Wegbleiben der Besucher verantwortliche gemacht.

Dass der Jahrmarkt zunehmend an Attraktivität verloren hat, ist den Stadtpolitikern längst klar. Rund eineinhalb Jahre lang hatte eine Arbeitsgruppe getagt, einzig mit der Aufgabe, nach Möglichkeiten zu suchen, die Veranstaltung wieder noch vorn zu bringen. Im März wurde bekannt, dass es kein konkretes Ergebnis gibt. Während die CDU nach einer umfangreichen Neuausrichtung mit einer Verlegung des Termins strebt, versuchten die Sozialdemokraten an der Tradition festzuhalten.

„Es war zu spät, um noch etwas Konkretes umzusetzen“, sagt Mark Dethlefs. Für den CDU-Fraktionschef steht aber fest, dass sich einiges ändern muss. „Mit dem, was wir erlebt haben, können wir sicherlich nicht zufrieden sein.“ Auch die Schausteller hatten über Lücken in der Budenburg geklagt. Lars Clausen, stellvertretender Vorsitzender des Schaustellerverbands Westküste: „Während der Jahrmarkt in Wilster stark nachgelassen hat, blüht das Volksfest in Brunsbüttel zunehmend auf. Die Marschenstadt wird wohl bald den Titel ‚größter Jahrmarkt der Westküste‘ abgeben müssen.“

Das sieht Dethlefs ähnlich: „Dass ein Jahrmarkt immer noch funktioniert, haben wir doch an Brunsbüttel gesehen. Es gibt also positive Beispiele direkt aus der Region.“ Als wichtigsten Hebel sieht der Christdemokrat die Verlegung des Termins, damit man von den Konkurrenzveranstaltungen wegkomme.

Bei diesem Punkt will die SPD auch künftig nicht mit sich reden lassen. „Viele Familien haben das erste Augustwochenende fest eingeplant, und so geht es auch den Schaustellern“, erklärt Natascha Bönisch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Die Schausteller hätten ihre festen Routen, würde man den Termin verlegen, würden noch weniger nach Wilster kommen. „Nur ein Tausch, beispielsweise mit Neumünster, wäre denkbar.“ Dennoch wollen auch die Sozialdemokraten mit Hochdruck nach Verbesserungen suchen. „Dazu wollen wir uns nicht nur mit der CDU in der Arbeitsgruppe zusammensetzen“, sagt Böhnisch. Es soll auch der intensive Austausch mit den Schaustellern gesucht werden.

Mark Dethlefs berichtet, dass es im September das nächste Treffen gebe. Dort soll, vorerst ohne Öffentlichkeit, entschieden werden, wie es weitergeht. „Anschließend soll die Arbeitsgruppe mit neuem Schwung wieder loslegen, damit es im nächsten Jahr wieder besser wird“, sind sich Böhnisch und Dethlefs einig.

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