Erinnerungen an Bona : „Harte Knochen“ unter sich

Acht von 20 sind geblieben: Die Stammtisch-Teilnehmer sind allesamt Schlachtermeister.
Acht von 20 sind geblieben: Die Stammtisch-Teilnehmer sind allesamt Schlachtermeister.

Ehemalige bona-Filialleiter aus der Region treffen sich seit 30 Jahren einmal im Monat in Itzehoe.

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07. März 2014, 17:00 Uhr

Sie sind „Harte Knochen“: Seit 30 Jahren trifft sich der Stammtisch einmal im Monat – 20 Jahre davon im Café Schwarz. Früher waren sie alle Filialleiter in bona-Märkten, einer Betriebsleiter in Hohenwestedt. 1984 wurde der Stammtisch gegründet, um einen gemeinsamen Austausch zu pflegen. Die Filialleiter arbeiteten in Geschäften in Itzehoe und Umgebung bis Elmshorn, Kellinghusen und Dithmarschen. „Der Einzelhandel erlebte da eine kleine Rezession, die Privilegien sollten beschnitten werden“, erklärt Jürgen Huß. 1994 wurden die kleinen Läden von Edeka übernommen. Einige der Schlachtermeister verloren dadurch ihre Anstellung und machten sich selbständig.

Heute nutzen sie die gemeinsame Zeit vor allem, um über früher zu sprechen. „Wir freuen uns, wenn wir uns gesund und munter wiedersehen und uns über damals unterhalten können“, sagt Hans-Georg Waage. Von den einst 20 Stammtisch-Teilnehmern sind noch acht geblieben, alle Schlachtermeister. „Das lernt keiner mehr. Wir haben solche Nachwuchssorgen“, meint Jürgen Huß. Heute werde nur zentral geschlachtet.

Die alten Werkzeuge haben sie zum 30-jährigen Bestehen mitgebracht. „Das Fleisch kam damals noch in großen Mengen und wurde vor Ort zerlegt“, schildert Reinhard Großmann. Auch die alten Kunden treffen die Teilnehmer hin und wieder. „Es fangen immer so schöne Gespräche an. Die sind ja teilweise an die 100 Jahre alt“, sagt Hans-Georg Waage.

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