Elektro-Musik : „Happytown“ macht alle glücklich

Party am DJ-Pult hoch über den Köpfen: Die DJs Lars & Lars von „Partyescalation“ brachten die Menge vor der Bühne zum Mittanzen. Fotos: Hinz
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Party am DJ-Pult hoch über den Köpfen: Die DJs Lars & Lars von „Partyescalation“ brachten die Menge vor der Bühne zum Mittanzen. Fotos: Hinz

Organisatoren begeistert von großer Resonanz auf das erste Musik-Festival am Glückstädter Außenhafen.

shz.de von
02. Juli 2018, 05:00 Uhr

Der satte elektronische Sound klang weiträumig über das Gelände: In Glückstadt auf der Docke am Außenhafen wurde das erste „Happytown-Festival“ bei schönstem Sommerwetter zum vollen Erfolg für Besucher wie Veranstalter, die bereits von einer Wiederholung im nächsten Jahr sprachen.

Bei der riesigen Open-Air-Disco zu freiem Eintritt mit Elektronic-Dance-Music thronten die DJs hoch oben über den Köpfen der Gäste auf einer Pyramide, besonders atmosphärisch in der untergehenden Sonne und der einsetzenden Dunkelheit. Obwohl sich das Festival überwiegend an jüngeres Publikum wandte, waren unter den geschätzten insgesamt etwa 2500 Gästen auch zahlreiche ältere Besucher dabei. Das freute besonders den Glückstädter Eventmanager Sebastian Block. „Wir haben ein sehr gemischtes Publikum und damit genau das erreicht, was wir wollten: dass alle friedlich miteinander feiern.“ Bis Mitternacht legten sieben namhafte Nachwuchs-DJs inspirierte Auftritte hin, als Highlight „Bassescalation“ (Big Room & House) sowie Krueger & Woken (Tech-House). Für die Verpflegung standen mehrere Food-Trucks bereit, auch das Rahmenprogramm bot so einiges im integrierten Skatepark.

Dort drehte Maryangela Chudzinski (20) aus Hamburg auf dem Board ihre Runden inmitten zahlreicher weiterer Skater. Sie war mit dem mit Girlanden geschmückten „Party-Train“ aus Hamburg angekommen. „Schon die Fahrt hat mir gut gefallen“, sagte sie, denn die Band „Easy Shapes“ gab da live ein Akustik-Konzert.

Fünf Graffiti-Sprayer aus Glückstadt, Wilster und Itzehoe machten sich unterdessen über die etwa 35 Meter lange und bis zu vier Meter hohe „Spundwand“ her, die zum Sprayen frei gegeben war. Das Motto erklärte Sprüher Marcus Kannengießer (37) aus Itzehoe: „Wir sind übers Internet auf das Thema ,Ninja Turtles' gekommen. Die stellen wir lustig mit großem Kopf und kleinem Körper dar.“

In einem Indianerzelt bemalten acht Body-Painterinnen zwischen 18 und 24 Jahren, die in Ottersberg bei Bremen Kunsttherapie studieren, die Körper der Gäste mit unterschiedlichen Motiven. Kunstvoll ausgestaltete Henna-Tattoos malte unterdessen Hanna Martens (20) aus Norderstedt auf die Hände der Besucher. „Ich schaffe heute über den Tag verteilt bis zu 40 Stück“, sagte sie. Anders als die leicht abwaschbaren Tattoos halten diese ein bis zwei Wochen.

Spaß bei der Party vor der Bühne hatten die Freundinnen Anna-Lena Schulz (Elmshorn), Jenny Zielke (Krempe) und Martina Kiene (Krempe). „Es ist viel los, die Musik ist abwechslungsreich“, freute sich Anna-Lena Schulz. Begeistert waren auch die DJs wie etwa Sascha Müller aus Hamburg von „Klangfarbe Schwarz“. „Schon bei meinem Set nachmittags waren viele vor der Bühne, denen die Musik gefallen hat. Die Atmosphäre ist schön, die Location hat Potenzial.“

Organisator Henrik Wiedwald freute sich über ein „gemischtes, friedliches“ Publikum. „Wir könnten uns vorstellen, es im nächsten Jahr zu wiederholen, dann sogar noch etwas größer und vielleicht über mehrere Tage.“

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