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WM-Rückkehrer : Handball-Profi gibt Autogramme in der Elbschule

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Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Nationalspieler Hendrik Pekeler übergibt Lehrern Trikot von der Weltmeisterschaft

Das war eine große Überraschung: Hendrik Pekeler, Handballer der deutschen Nationalmannschaft, besuchte gestern seine alte Schule und gab Autogramme. Bis auf seinen ehemaligen Lehrer Martin Simonsen wusste niemand etwas von dem spontanen Besuch.Pekeler gehörte zu dem Team, dass sich bei der Handballweltmeisterschaft in Katar überraschend den siebten Platz erkämpft hatte.

Mit dabei hatte der 23-Jährige ein Trikot mit allen Unterschriften der Handball-Nationalmannschaft. „Ich habe das Trikot nach dem Spiel gegen Slowenien in die Kabine gelegt und alle gebeten zu unterschreiben“, erzählt der Glückstädter. Mit dem Sieg über Slowenien am vergangenen Sonnabend hatte sich das DHB-Team bei der WM in Katar Platz sieben und damit die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele gesichert.

Im Gepäck hatte der Handballer jetzt auch viele Autogrammkarten. Nach Alter durften die Schüler dann aus ihren Klassen kommen, um sich eine Unterschrift des herausragenden Sportlers abzuholen. Herausragend aufgrund seiner Leistung, aber auch aufgrund seiner Größe. Denn der ehemalige Schüler ist 2,03 Meter groß.

Was den Handballer etwas erstaunte: „Keiner hat mir Fragen gestellt. Die kleineren waren aufgeschlossen, die älteren Schüler schüchtern und höflich.“ Dafür wollten viele mit ihm „Selfis“ machen – Fotos mit dem Sportler auf dem eigenen Handy. In dieser Vielzahl hat das selbst Hendrik Pekeler noch nicht erlebt.

Als er auf dem Schulhof ankam, war es für ihn „ein komisches Gefühl“. Denn 2008 hat er an der Schule seine Mittlere Reife abgelegt. Obwohl dies erst einige Jahre her ist, kannte er viele der neuen Lehrer nicht mehr. Mit seinem ehemaligen Lehrer Martin Simonson duzt er sich inzwischen. „Simonsen, der alle Spiele der deutschen Handballer bei der gerade abgelaufenen Weltmeisterschaft im heimischen Wohnzimmer von Hendriks Eltern gesehen hatte, zeigte sich stolz und gerührt“, sagte Schulleiterin Claudia Siebert, die sich über den Überraschungsgast in ihrer Schule sehr freute. Sie war es auch, die dann nach kurzer Rücksprache mit dem „Handballhelden“ die spontane Autogrammstunden in der fünften und sechsten Stunde organisiert hatte. Hendrik Pekeler hatte glücklicherweise reichlich Autogrammkarten dabei. Handys durften ausnahmsweise benutzt werden, sagte die Schulleiterin. „Die Schüler waren alle sichtlich stolz, einen so berühmten und erfolgreichen ehemaligen Schüler zu kennen oder kennen gelernt und hautnah erlebt zu haben.“

Wenn es Training und Spiele erlauben, ist Hendrik Pekeler regelmäßig zu Besuch bei seinen Eltern Heike und Heinrich Pekeler in Glückstadt. Im Sommer könnten es weniger Besuche werden, dann zieht er mit Freundin Johanna „in Richtung Heidelberg auf´s Land“. Denn ab Juli ist er bei den Rhein-Neckar Löwen in Mannheim als Profi unter Vertrag.

Handball-Profi werden habe auch Nachteile, sagt der Glückstädter zur Frage, was er dem Sportnachwuchs empfehlen würde. „Profis müssen auf vieles verzichten.“ So zum Beispiel auch auf Partys. Schon als Schüler hatte er kaum Freizeit. Nach der Schule ging es in der Regel gleich zum Training – von 15 bis 22 Uhr war er unterwegs, als er in Bad Bramstedt spielte. Seine sportlichen Stationen waren: der ETSV Fortuna in Glückstadt, MTV Herzhorn, Bramstedter TS, TSV Altenholz und THW Kiel. Aktuell spielt er beim TBV Lemgo.

Wer bereit sei, Freizeit zu opfern, könne Profi werden. „Viele haben es nicht geschafft.“ Auch heute noch sind Partys die Ausnahme. Da er noch jung sei, könne er noch „zwölf bis 13 Jahre“ Handball spielen. In diesem Sport werde keiner reich. Deshalb will der Glückstädter neben seiner jetzigen Karriere noch ein Fernstudium zum Sportmanagement absolvieren.

Hendrik Pekeler hat neben dem Handball eine besondere Leidenschaft: Hunde. Zu Lilo (2) ist seit zwei Tagen noch Hektor dazu gekommen – ein niedlicher zehn Monate alter Rhodesian Ridgeback.

 

 

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erstellt am 04.Feb.2015 | 05:00 Uhr

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