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Verkehrsentwicklung : Hand in Hand zum neuen Radweg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kaaks übernimmt Arbeiten und erhält den Wunsch-Weg durchs Dorf / Gelungene Kooperation von Gemeinde, Amt, Kreis und Zweckverband

„Warum nicht immer so?“, dürfte sich manch einer fragen, wenn er die Geschichte vom neuen Radweg in Kaaks hört. Dort wollte der Zweckverband Breitbandversorgung Steinburg das schnelle Glasfaserkabel in die Erde bringen. Der kombinierte Rad- und Gehweg musste dafür aufgerissen werden. Für Bürgermeister Klaus-Wilhelm Rohwedder kein Problem, war doch der Zustand miserabel. „Das waren bestimmt an die 600 Flicken“ erinnert sich Gemeindevertreter Bernd Paulsen. Hinzu kamen zahlreiche zentimetertiefe Löcher. „Richtige Stolperfallen“, so Rohwedder. Der Zweckverband hätte nach dem Aufreißen über den schmalen Streifen eine schwarze Teerdecke aufgetragen. Der Kreis – der zuständig ist, weil es sich um einen kombinierten Rad- und Gehweg handelt – hätte in ein bis zwei Jahren ohnehin eine komplette Deckensanierung in Angriff nehmen müssen. Also machten Gemeinde, Amt, Kreis und Zweckverband gleich Nägel mit Köpfen. Kurzerhand übernahm Kaaks die gesamte Sanierung und trug die Verantwortung für die Abwicklung. Herausgekommen ist ein nagelneuer, gepflasterter Streifen auf rund 1,4 Kilometern Länge durchs ganze Dorf – „ein echte Bereicherung für Kaaks“, sagt der Bürgermeister.

Die Sanierungsmaßnahme ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation und unkomplizierte Zusammenarbeit“, erklärt Daniela Immich, Bauamtsleiterin des Kreises. Und Volker Tüxen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Itzehoe-Land, fügt hinzu: „Es wurden in beispielhafter Weise innerhalb von wenigen Tagen von allen Beteiligten die notwendigen Entscheidungen getroffen.“

Der Kreis beteiligt sich mit 10  000 Euro an der Maßnahme und auch der Zweckverband hat etwas beigesteuert, da er sich nun nicht mehr um die Schwarzdecke nach Abschluss der Arbeiten kümmern musste. Für die Gemeinde bleiben nach Abzug aller Erstattungen und Beteiligungen rund 38  000 Euro – und ein moderner, nachhaltiger Rad- und Gehweg, der durch die Pflasterung auch bei künftigen Arbeiten nur in Teilen aufgenommen und anschließend wieder verlegt werden kann. „Das Ergebnis ist klasse und alle können sich freuen“, so Tüxen. „Das ist zudem ein deutlicher Gewinn für das Ortsbild“, meint Bürgermeister Klaus-Wilhelm Rohwedder, der auch Uwe Kochanski mit seiner Baufirma lobt. „Die mussten unglaublich flexibel sein, das hat prima geklappt. Da haben alle Hand in Hand gearbeitet.“ Daran hätten auch die Anlieger ihren Anteil, die alle vorbildlich mitgewirkt hätten. „Zum Teil wurden die Arbeiter sogar mit Kaffee und Kuchen versorgt.“

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