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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Neues Projekt : Hand in Hand für die Natur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Naturschutzring Aukrug weitet Projektgebiet auf den gesamten Kreis Steinburg aus. Enge Zusammenarbeit mit Landwirten

von
erstellt am 11.Jan.2016 | 17:56 Uhr

Bisher war sein Wirkungskreis auf den Naturpark Aukrug begrenzt, jetzt hat der Naturschutzring Aukrug sein Projektgebiet auf den gesamten Kreis Steinburg ausgeweitet. Das Gebiet umfasst jetzt zwischen Elbe, Nord-Ostsee-Kanal und A7 zirka 1600 Quadratkilometer. In enger Zusammenarbeit mit den Landwirten bietet der Verein freiwillige Naturschutzmaßnahmen – auch zusammengefasst in einer Broschüre – an. Bei Interesse des Landwirts werden Projekte gemeinsam realisiert. Der Naturschutzring berät die Landwirte, beschafft nötige Fördergelder und setzt die Maßnahmen um. So haben die Flächeneigentümer nichts mit lästigen Anträgen zu tun.

Konflikte zwischen Landnutzern und Naturschützern zu verhindern, war ein Grundgedanke bei der Gründung des Naturschutzrings vor 15 Jahren. „Mit Absprache und Rücksichtnahme kann man viel hinkriegen“, betont Geschäftsführer Niklas Zander. Seit vergangenem Jahr steht ihm Jan-Marcus Carstens zur Seite, denn mit der Erweiterung des Projektgebiets wurde auch eine zweite Planstelle geschaffen. „Auch in Fragen zum Naturschutz können sich Interessierte an uns werden, wir versuchen zu helfen.“

Im „alten“ Projektgebiet läuft die Zusammenarbeit mit Landwirten längst, „wir brauchen uns nicht mehr zu erklären“, ergänzt Petra Harms, Vorsitzende des Naturschutzrings. Dem gehören gemeinsam mit ERNA (Verein Erlebnis Natur) etwa 240 Mitglieder an – auch aus dem nördlichen Kreis Steinburg am Rand des Naturpark Aukrug. In der Vergangenheit hätten sich schon zahlreiche Landwirte mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen an dem Projekt beteiligt, so Petra Harms, die selbst Landwirtin und Jägerin ist.

Nun gelte es, sich im weiteren Steinburger Kreisgebiet bekannt zu machen. Niklas Zander und Jan-Marcus Carstens werden auf Landwirte zugehen, stehen gleichzeitig als Ansprechpartner für alle Interessierten zur Verfügung. Welche Möglichkeiten sich auf Ackerland- und Grünland-Flächen, in Wald- und Moorbereichen sowie in Orten, an Ortsrändern und an Fischteichen bietet, darüber informiert auch eine Broschüre für Landeigentümer und Landnutzer. Aufgeführt sind in „Für Mensch, Natur und Landschaft“ neben den förderfähigen Maßnahmen die verschiedenen Fördertöpfe. Dazu gehören Extensivierungsverträge des landesweiten Vertragsnaturschutzes ebenso wie im Projektgebiet geltende Maßnahmen. Niklas Zander weist als Beispiele auf die „winterliche Stoppelbrache“ auf Getreidefeldern, Knickanlagen und Streuobstwiesen hin. Mancher Landwirt habe mit den Vertragsnaturschutzangeboten, den Stoppelbrachen und anderen Extensivierunsverträgen etwas Geld verdienen können. Andere hätten aus Überzeugung biotopgestaltenden Maßnahmen wie neue Gewässer oder Anpflanzungen zugestimmt, da diese auf kaum oder gar nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Flächen erfolgten. Zander und Carstens beraten, welches Projekt auf einer Fläche umgesetzt werden kann. Ausdrücklich weisen sie darauf hin, dass alles freiwillig ist. „Es gibt keine Verpflichtung.“ Im Zusammenwirken könne viel für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten, für den Erhalt der Landschaft getan werden – ohne die nötigen Entwicklungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe zu beeinträchtigen.

Die Arbeit des Naturschutzrings und die Broschüre „Für Mensch, Natur und Landschaft“ werden übrigens vom Land Schleswig-Holstein gefördert. Einen Eigenanteil übernimmt die ebenfalls im Vorstand vertretene Kurt und Erika Schrobach-Stiftung. Die Ansprechpartner Niklas Zander und Jan-Marcus Carstens sind unter 04873/8714660 oder per E-Mail info@naturschutzring-aukrug.de zu erreichen. Die Broschüre kann bestellt werden.  

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Info: www.naturschutzring-aukrug.de

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