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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 23:30 Uhr

Bahnfahrer : Hamburger pendelt gegen den Strom

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Max Futh aus Altona fährt jeden Morgen mit der Bahn zu seinem Arbeitsplatz in Glückstadt. Bahnfahren ist für ihn Lebenszeit.

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 05:00 Uhr

In loser Reihenfolge stellt die Glückstädter Fortuna Berufspendler vor. Heute: Max Futh, der von Hamburg nach Glückstadt pendelt.

Max Futh fährt in die Gegenrichtung. Während sich so mancher Glückstädter im morgendlichen Berufsverkehr über volle Züge ärgert, genießt der Hamburger die Ruhe in leeren Abteilen. Der 31-jährige Diplom-Betriebswirt arbeitet bei der Firma Steinbeis im Controlling für logistische Prozesse. In der Regel steigt er um 6.30 Uhr in Altona in die Nord-Ostsee-Bahn, die ihn um 7.06 Uhr in Glückstadt absetzt. Um 16.49 Uhr geht es – ebenfalls mit der Nord-Ostsee-Bahn – zurück nach Hause, manchmal auch um 17 Uhr mit der Regionalbahn zum Hauptbahnhof.

Die halbstündigen Zugfahrten möchte Futh gegen nichts eintauschen – schon gar nicht gegen das Auto: „Nur in Ausnahmefällen fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, zum Beispiel wenn ich noch einkaufen muss“, sagt der Pendler. An der Bahn schätze er, dass er auf seinen Fahrten keine Lebenszeit verliere. Auf der Hinfahrt liest er Zeitung und informiert sich über das Weltgeschehen. Als er in den vergangenen zwei Jahren eine berufsbegleitendes Studium in Logistikmanagement absolvierte, knöpfte er sich auf der morgendlichen Fahrt die Studienunterlagen vor. Auf der Rückfahrt macht der Hamburger gerne mal die Augen zu, um entspannt nach Hause zurückzukehren.

Von der Haustür bis zum Arbeitsplatz ist Futh eine Dreiviertelstunde unterwegs. Sowohl in Hamburg als auch in Glückstadt hat der sportliche DLRG-Rettungsschwimmer ein „Pendler-Fahrrad“ abgestellt, mit dem er die Strecken von und zum Bahnhof zurücklegt. „Es ist schön, wenn man in Glückstadt morgens als einer der Ersten am Hafen vorbeiradelt und den Geruch der Elbe spürt“, sagt er.

Überhaupt schätze er die Gemütlichkeit der Elbestadt. In der Mittagspause nutzt der Schwimmer gerne das Fortunabad, um ein paar Bahnen zu ziehen. Im ehemaligen Molenkieker oder in der alten Oper war er abends bereits mit Kollegen unterwegs. Zwei Mal nahm Max Futh am City-Lauf teil. Als Lebensmittelpunkt kommt Glückstadt für ihn jedoch nicht in Frage: „Ich bin noch nicht in dem Alter, in dem ich viel Ruhe brauche.“ Er liebe das Leben und die vielen Veranstaltungen in Hamburg, wo er mit seiner Verlobten lebt. Außerdem habe er viele Freunde in der Hansestadt.

Der gebürtige Lübecker zog 2009 nach Hamburg. Während seiner Ausbildung, die er von 2004 bis 2008 bei Steinbeis absolvierte, wohnte er in Elmshorn. Schon damals fuhr er mit der Bahn zu seiner Arbeitsstelle. Seit jeher schätze er, die vielen Möglichkeiten, die er mit der Bahn habe. So stehe es ihm frei, mit die Nord-Ostsee-Bahn oder der Regionalbahn zu fahren, und ob das Ziel Altona oder Hamburg-Hauptbahnhof h. „Ich finde es wichtig, dass die gute Bahnverbindung nach Glückstadt erhalten bleibt“, sagt Max Futh. Den neuen Fahrplan kenner er noch nicht, aber er hoffe, dass seine Züge nach Altona weiterhin darin auftauchten.

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