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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 23:25 Uhr

Hallenbau: TSV Lola soll sich beteiligen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verein soll 50 Prozent des Sportentwicklungsplans zahlen

Neue Variante in der alten Diskussion um den Neubau einer Sporthalle – der TSV Lola soll sich an den Vorplanungen finanziell beteiligen. Einen entsprechenden Antrag haben SPD, CDU und IHB während der jüngsten Sitzung gegen die Stimmen der BfH beschlossen. Die Vorplanungen betreffen einen Sportentwicklungsplan für die Gemeinde, der erst einmal den Bedarf und die Möglichkeiten aufzeigen soll. Erst wenn der externe Gutachter sein Okay gibt, soll intensiv in die Planungen eingestiegen werden.

Das Thema Hallenerweiterung kommt in erster Linie vom TSV Lola, der über die Enge in der Halle, die dem Schulverband gehört, klagt. Seit Jahren diskutieren die Politiker auch darüber, aber ohne Lösung. Das Thema wird zwischen Schulverband und Gemeinde hin und hergeschoben. Beide Gremien klagen über mangelnde Finanzen, beim Schulverband kommt noch die ablehnende Haltung der Gemeinden Winseldorf, Schlotfeld und Lohbarbek hinzu.

Jetzt hat sich die Gemeinde wieder des Themas angenommen, wohl wissend, dass kaum Geld zur Verfügung steht. „Deshalb müssen wir ganz genau überlegen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit, dessen Antrag auf Beteiligung des TSV Lola an den Planungskosten sich IHB und CDU anschlossen. Eine neue Halle kostet nach seinen Ausführungen mindestens eine Million Euro, könnte aber auch noch viel teurer werden. Ein Sportentwicklungsplan solle deshalb zuvor aufzeigen, ob ein Bedarf da ist und wie und wo er umgesetzt werden könne. Und am Plan wollen drei der vier Fraktionen den Sportverein TSV Lola mit 50 Prozent beteiligen – allerdings hoffen die Politiker noch auf Fördergelder, unter anderem von der Aktivregion. Die Kosten für die Planung bezifferte Scheit auf insgesamt 22  bis 30  000 Euro. „Bei diesem Modell sehen wir dann auch, ob der Hallenneubau ein ernsthaftes Begehren des TSV Lola ist“, ergänzte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Holste.

Die BfH-Fraktion hatte zur Sitzung einen eigenen Antrag eingebracht. Dieser sah im Rahmen einer Sportentwicklungsplanung zwar auch eine Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung des Vereins- und Schulsports vor, gleichzeitig sollte jedoch schon ein Planer ausgewählt und 15  000 Euro im Haushalt bereitgestellt werden. Und die Hohenlockstedter Bürger sollten in die Entscheidungsfindung eingebunden werden – mittels Einwohnerversammlung oder auch Bürgerentscheids. Den gemeinsamen Antrag der anderen Fraktionen bezeichnete BfH-Mitglied Klauspeter Damerau als „bewusste Verzögerung.“ Und er habe kein Verständnis, „dem Sportverein in die Tasche zu greifen“.

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erstellt am 10.Feb.2015 | 10:41 Uhr

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