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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 00:43 Uhr

Halbe Million Euro für das Neubaugebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinde investiert in die Zukunft / Steuern unverändert

Mehr als 800  000 Euro will die Gemeinde Wewelsfleth im nächsten Jahr investieren. Für rund eine halbe Million Euro steht der Erwerb von Grundstücksflächen an vorderster Stelle. Sie betreffen das Neubaugebiet Fielweg-Süd (Bebauungsplan Nr. 5), für das die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Bürgermeister Delf Bolten einstimmig die Auftragsvergabe für die Erschließungsplanung beschlossen hat. Damit soll die Ingenieurgesellschaft Siebert & Partner aus Itzehoe beauftragt werden. Die Honorarkosten bezifferte der Finanzausschussvorsitzende Carsten Saß auf 31  800 Euro.


Keine höheren Steuern


Die Investitionen führen allerdings auch zu einem Fehlbetrag im Haushalt 2016. Er wird in einer Höhe von 365  500 Euro erwartet. Im Gegensatz dazu verfügt die Gemeinde aber noch über liquide Mittel von rund 800  000 Euro. Die Gemeindevertretung verzichtete deshalb auf eine Erhöhung der Steuerhebesätze, die für 2016 unverändert auf 330 Prozent für die Grundsteuer A und 350 Prozent für die Gewerbesteuer festgesetzt wurden. Der Haushalt schließt im Ergebnisplan bei Erträgen von zwei Millionen Euro und Aufwendungen von 2,33 Millionen Euro mit dem Fehlbetrag von 365  500 Euro ab. Neben dem Grunderwerb in Fielweg-Süd will Wewelsfleth 50  000 Euro in erste Erschließungsarbeiten investieren. Außerdem werden 65  000 Euro für Wohnboxen für Asylbewerber und 155  000 Euro in die Sanierung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation ausgewiesen.

Rückblickend auf das jetzt fast abgelaufene Jahr gab es noch eine gute Nachricht. Mit dem 1. Nachtragshaushalt 2015 konnte die Gemeinde ihren ursprünglich mit über 270  000 Euro in diesem Jahr erwarteten Fehlbetrag um 73  800 Euro auf jetzt noch 189  100 Euro reduzieren. Als positiv wertete Carsten Saß die Tatsache, dass die Gemeinde keinen Kredit zur Finanzierung ihres Haushalts aufnehmen müsse. Unverändert bleibt in der Störgemeinde die Hundesteuer. Es wurde lediglich eine redaktionelle Änderung beschlossen. Die Jahressteuer beträgt weiterhin für den ersten Hund 40 Euro, für den zweiten Hund 60 Euro und für jeden weiteren Hund 90 Euro. Kampfhunde werden nicht mehr nach ihrer Rasse, sondern nur nach ausgefallener Bissigkeit eingestuft. Für solche „gefährlichen Hunde“, gleich welcher Rasse, liegt die Jahressteuer bei 660 Euro.


Pläne für ein Altenheim


In einer Einwohnerfragestunde hatte ein Bürger wissen wollen, ob das Gerücht, dass die Gemeinde ein Altenheim bauen wolle, zutreffend sei. Bürgermeister Bolten räumte ein, dass es zwar „konkrete Pläne“ gebe, aber der Eigentümer des Grundstücks, das die Gemeinde ins Auge gefasst habe, noch nicht verkaufsbereit sei. „Insofern hängt die Gemeinde noch in der Luft“, sagte Delf Bolten.

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von
erstellt am 15.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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