Wirtschaft : Hafenumschlag wächst um 5 Prozent

Splittumschlag im Elbehafen: Schüttgut ist ein wichtiges Standbein.
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Splittumschlag im Elbehafen: Schüttgut ist ein wichtiges Standbein.

Brunsbüttel Ports legt Halbjahresergebnis vor:. Der Elbehafen ist mit 5,8 Millionen Tonnen Güterumschlag größter Wachstumsmotor.

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29. Juli 2014, 17:00 Uhr

Unverändert auf Wachstum programmiert ist der Brunsbütteler Elbehafen. Seit Jahren meldet der private Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports kräftige Zuwächse, selbst im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 konnten die Brunsbütteler steigende Umschlagszahlen melden. Jetzt nennt Hafenchef Frank Schnabel das Ergebnis für die erste Jahreshälfte 2014: plus 5 Prozent. In dieser Zahl sind auch der Ölhafen mit steigenden Umschlagzahlen und der Hafen Ostermoor enthalten. Allein für den der Elbehafen meldet Schnabel einen Umschlag von 5,8 Millionen Tonnen in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Für ihn steht daher einmal mehr fest, dass sich die Strategie auszahlt: „Wir sind über alle Gütergruppen hinweg mit der Entwicklung des Umschlaggeschäfts zufrieden und setzen auf eine stabile und nachhaltige Entwicklung in der Zukunft.“ Hintergrund: Der Elbehafen ist als Universalhafen aufgestellt. Große Kunden wie die Aurubis (Kupfer) oder Sasol (Aluminium) lassen Rohstoffe im Elbehafen anlanden. Daneben gehört Schüttgut unterschiedlichsten Materials ebenso wie Zubehör für Offshore-Windkraftanlagen zu den Gütern, die über den Elbehafen ankommen, beziehungsweise verschifft werden. Schnabel ist überzeugt, dass die breite Ausrichtung mehr Sicherheit gibt als eine Spezialisierung.

Außerdem, so Schnabel, sorgten die Anlieferungen für Onshore-Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein für einen Aufwärtstrend. „Durch den derzeitigen Ausbau der Onshore-Windparks in Schleswig-Holstein wurden im Bereich der Windkraftanlagen nahezu doppelt so viele Segmente wie im Vorjahreszeitraum über den Elbehafen verladen.“ Dazu zählen Turmsegmente, Naben, Gondeln und Windkraftflügel.

Straßenbau im nördlichsten Bundesland beflügelt ebenfalls das Geschäft im Elbehafen. Schnabel spricht dabei von einem Umschlagschwerpunkt für Baustoffe. Das werde deutlich beim Blick aufs Hafengelände: Die direkt an die Pier im Elbehafen angrenzende Lagerfläche sei inzwischen geprägt durch Berge von zurzeit mehr als 30 unterschiedlichen Sorten von Baustoffen. Dass gerade Windkraft und Baustoffe eine besondere Rolle spielen ist für den Hafenchef auch Zeichen der erfolgreichen Dienstleistungen von Brunsbüttel Ports.

Sein Fazit: „Das Konzept unserer Universal-Hafengruppe bewährt sich auch weiterhin. Die Kunden wissen das umfangreiche Know-how zu schätzen. In Kombination mit der Lage an der Elbe und dem direkten Zugang zu Nord- und Ostsee setzen wir darauf, uns auch zukünftig als Umschlagzentrum für unterschiedlichste Arten von Gütern zu positionieren“, so Schnabel zu der strategischen Ausrichtung als Universal-Hafengruppe von Brunsbüttel Ports.

Die positive Entwicklung der drei Häfen in der Schleusenstadt zeigt sich auch in der Mitarbeiterentwicklung. Derzeit stehen bei Brunsbüttel Ports 150 Menschen in Lohn und Brot. Tendenz steigend. Gerade Personal für den direkten Hafenbetrieb wird immer wieder gesucht. Und Azubis bei dem zur Brunsbütteler Schramm Group gehörenden Unternehmen hätten stets gute Perspektiven. Am 1. August fangen allein vier neue Auszubildende an. Da die Zeiche für Frank Schnabel unverändert auf Wachstum stehen, sagt er: „Auch weiterhin suchen wir qualifizierte Mitarbeiter an verschiedenen Standorten.“

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