Hafenbetrieb legt zu

Anlaufstelle für Seeschiffe und Binnenschiffe: der expandierende Elbehafen.
Anlaufstelle für Seeschiffe und Binnenschiffe: der expandierende Elbehafen.

Halbjahresbilanz von Brunsbüttel Ports: Umschlag fast um zehn Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum gesteigert

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14. Juli 2015, 12:15 Uhr

Unverändert auf Wachstum programmiert: Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports meldet erneut steigende Umschlagzahlen. Die Halbjahresbilanz von Geschäftsführer Frank Schnabel fällt deutlich aus: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 9,5 Prozent mehr Güter in den drei Häfen der Schleusenstadt umgeschlagen – 6,4 Millionen Tonnen. Das sei ein neuer Rekord des zur Schrammgroup gehörenden Hafenbetriebs, so Schnabel.

„Die Ergebnisse sind in allen Gütergruppen deutlich positiv und bestätigen uns in unserer konsequenten Ausrichtung als Universalhafen. Ein Kurs, den wir weiterhin nachhaltig verfolgen werden“, berichtet der Hafen-Chef.

Vor allem bei den Flüssiggütern sei ein kräftiger Zuwachs zu verzeichnen. Dies sei der positiven Entwicklung in der petrochemischen Industrie zu verdanken. In dieser Gütergruppe, so Schnabel, sei eine Umschlagssteigerung von über 15 Prozent erreicht worden. Brunsbüttel trägt dem Rechnung und investiert in die Erneuerung so genannter Öllöscharme am Elbehafen 1,2 Millionen Euro. Einer wurde bereits im vorigen Jahr auf den neusten Stand der Technik gebracht, ein zweites Gerät ist jetzt fertig gestellt worden.

Motor für den Hafenbetrieb in Brunsbüttel ist unverändert der Stückgüterumschlag. Dabei erweist sich das Geschäft mit Komponenten für Windkraftanlagen als ein Zugpferd. Schnabel betont: „Die kürzlich in Betrieb genommene neue Lagerfläche für große Stückgüter unterstützt diesen Wachstumskurs nachhaltig.“

Die Entwicklung spiegelt sich in den Schiffsanläufen in Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor wider. Um sieben Prozent ist die Zahl der Seeschiffe auf 406 gestiegen, sogar um 30 Prozent bei den Binnenschiffen. Das entspricht 1030 Anläufen. Gerade bei den Binnenschiffen sieht Frank Schnabel Potenzial, weil so auch die Elbe weiter hinter Hamburg zum Einzugsgebiet von Brunsbüttel wird.

Wachstum meldet Brunsbüttel Ports auch für die Häfen in Glückstadt, Rendsburg (dort gemeinsam mit der Ahlmann-Zerssen GmbH + CO KG) sowie die Hafenanlagen bei der Aurubis in Hamburg und im Kohlekraftwerk Moorburg. In diesen Häfen und Terminals summierte sich die Umschlagsmenge auf 7,8 Millionen Tonnen.

Ungebrochen ist angesichts der Entwicklung auch der Personalbedarf für den Hafenbetrieb.

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