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Amtsausschuss : Gymnasium wird nicht eingeklagt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Amtspolitiker haben entschieden: Es wird keine Klage gegen den negativen Bescheid für eine gymnasiale Oberstufe in Burg geben.

Das Aus für eine gymnasiale Oberstufe an der Geminschaftsschule am Hamberg in Burg ist vorerst besiegelt. In nichtöffentlicher Sitzung haben die Mitglieder des Amtsausschusses entschieden, nicht weiter aktiv zu werden. Die Rechtsbelehrung auf dem jüngsten negativen Bescheid des Bildungsministeriums aus Kiel war eindeutig. „Uns würde jetzt nur noch der Klageweg bleiben“, berichtet Amtsvorsteher Dieter Gäthje. Diesen Schritt hatte der Amtsausschuss diskutiert. „Wir haben sehr intensiv beraten. Aber der Tenor war eindeutig“, so Gäthje, der betont, dass es bei der Entscheidung keineswegs ums Geld gegangen sei. Vielmehr habe es daran gelegen, dass keine Aussicht auf Erfolg bestanden hätte.

50 Schüler, das ist die magische Grenze, die für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe zu erreichen ist. Doch davon ist Burg zu weit entfernt. „Das Problem ist es, dass wir keine verlässlichen Zahlen haben“, erklärt der Amtsvorsteher. Grund dafür sei wiederum die freie Schulwahl. Die bereite auch dem Amtsausschuss immer wieder Probleme. Allerdings sieht Gäthje die Kommunen auch ein Stück weit von der Landesregierung allein gelassen. „Die Politik beschließt, und wir sitzen mit der Umsetzung.“ Dennoch würde die Idee des Elternbeirats und der Schulleitung für die gymnasiale Oberstufe in Burg „immer befürwortet“. Aber zurzeit sehen wir keine Chance auf Erfolg.“

Das könnte aber auch wieder anders aussehen. Zwar war eine Kooperation mit der Regionalschule in St. Michaelisdonn nach ersten Gesprächen bereits wieder verworfen worden. Doch auch andere Schulen stehen wohl auf der Liste möglicher Gesprächspartner. Und es gebe auch andere Varianten. Beispielsweise, wenn Schüler aus dem Kreis Steinburg, etwa aus Wacken oder Holstenniendorf nach Burg kommen würden. „Wenn es neue Zahlen gibt, die einen Antrag rechtfertigen, sind wir dabei. Dann können wir gern einen neuen Antrag stellen“, macht Dieter Gäthje deutlich.

Bis dahin wird der Amtsausschuss seine Aufgabe als Schulträger in bewährter Weise wahrnehmen. „Wir sorgen für Räume und Ausstattung.“ Um das pädagogische Konzept und deren Umsetzung vor Ort müssten sich allerdings die Experten an der Schule kümmern.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 04:53 Uhr

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