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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 15:36 Uhr

Störche : Gutes Jahr für Meister Adebar

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

50 Jungvögel zählten die Gebietsbetreuer in diesem Sommer. Jetzt geht es wieder in den Süden.

Langsam, aber sicher brechen die Weißstörche wieder gen Süden auf, wo sie in wärmeren Gefilden das Winterhalbjahr verbringen werden. Schon jetzt steht fest: Für Meister Adebar war 2014 im Kreis Steinburg ein gutes Jahr. Rund 50 Jungvögel zählten die Gebietsbetreuer in diesem Sommer. Gerade einmal 37 waren es ein Jahr zuvor. Die Anzahl der Brutpaare blieb mit knapp 30 fast unverändert. Den deutlichen Anstieg an Jungstörchen führt Gebietsbetreuer Björn Fölster aus Lohbarbek auf den milden Winter zurück. „In den Vorjahren war es für die Tiere deutlich härter.“

Bester Beweis für diese These: 2014 kehrten die ersten Störche bereits am 20. März aus ihren südlichen Winterquartieren in den Kreis Steinburg zurück, am 10. April seien „fast alle hier gewesen“, so Fölster. Im Jahr 2013 setzte die Hauptwelle erst um den 20. April herum ein. Weil das Wetter nicht mitspielte, mussten die Vögel damals erst noch zwei Wochen Rast in Polen einlegen. Auch über die Sommerwochen hinweg ging dieses Jahr alles glatt. „Wir hatten nie zu viel Regen, was für die Jungstörche mit ihrem Dunengefieder gefährlich werden kann.“

Nachdem 2013 noch bis zu 60 Prozent der Jungvögel verendeten, habe es in diesem Jahr „kaum Verluste gegeben“, freut sich Fölster. Generell sei die heimische Population seit drei bis vier Jahren dabei, sich wieder zu erholen. Auch Gebiete, in denen es über viele Jahre hinweg keine Störche gegeben habe, seien nun wieder bevölkert. Ein Beispiel sei die Gemeinde Rade bei Fitzbek. Ein Wermutstropfen seien lediglich die beiden Kellinghusener Störche, die nach einem unfreiwilligen Kontakt mit Überlandleitungen den Stromtod starben. Ansonsten aber gibt es fast nur Positives zu vermelden.

Seit Jahren kann Björn Fölster auf seinem eigenen Grundstück ein Storchenpaar begrüßen. Diesen Sommer zogen die beiden gleich vier Junge groß. „Das ist wirklich selten, und 2014 gab es im Kreis sogar noch ein Paar mit vier Jungen“, erzählt der Storchenexperte. Schon am 2. August hätten „seine“ vier Jungvögel das Nest verlassen, um sich auf den Flug gen Süden vorzubereiten. „Die Jungtiere sammeln sich dann und machen sich meist zwischen dem 10. und 15. August auf den Weg.“ Ganz allein übrigens, ohne elterliche Führung. „Die Altstörche folgen erst zwischen dem 20. und 25. August“, erklärt Fölster.






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