Theater Itzehoe : Gute Zahlen zum Jubiläum

Kulturdenkmal: Das Theater Itzehoe wurde von Gottfried Böhm konzipiert.
Kulturdenkmal: Das Theater Itzehoe wurde von Gottfried Böhm konzipiert.

Im 25. Jahr seines Bestehens läuft es rund im Theater der Kreisstadt. Eine Modernisierung des Ticketsystems ist geplant.

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29. Mai 2018, 05:07 Uhr

Begeisterte Reaktionen der beteiligten Künstler auf die jüngste Kulturnacht. Gute Zahlen für das vergangene Jahr. Es gibt positive Nachrichten aus dem Theater Itzehoe. Und eine weitere zum Thema Denkmalschutz, die zumindest nicht schlecht ist.

„Tolle Veranstaltung“, „wundervoller Abend“, „toll organisiert“, „hervorragend betreut“ – was Direktorin Ulrike Schanko und ihr Team nach der Kulturnacht von den Künstlern hörten, war der Lohn nach viel Arbeit im Vorfeld. Weniger enthusiastisch, aber immerhin noch wohlwollend war die Resonanz im Ausschuss für städtisches Leben auf die Jahresrechnung 2017. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Gesamtdefizit von mehr als zwei Millionen Euro, es geht um die variablen Zahlen für Veranstaltungen, die das Theater direkt beeinflussen kann.

Unter dem Strich stand hier ein deutliches Plus von fast 120 000 Euro, einen Anteil davon darf das Theater für das eigene Budget behalten. Insbesondere soll es laut Vorlage für die „dringend erforderliche Erneuerung des Ticketsystems“ verwendet werden. Die Reaktion im Ausschuss freute Schanko: „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass das Theater derzeit nicht in Frage gestellt wird – gut für die Mitarbeiter, aber vor allem auch gut für die Attraktivität der Stadt.“

Doch es brauche neben engagierter Zusammenarbeit immer auch etwas Glück: „Programmplanung und Besuch hängen immer stärker von nicht kalkulierbaren Faktoren ab.“ Aktuell sei festzustellen, dass der Trend vom Wahl-Abonnement etwas kippe in Richtung der Fest-Abos: „Wenn sich das verstetigen würde, wäre es eine prima Sache.“

Verstetigt – das passende Stichwort für ein anderes wichtiges Theater-Thema. Manchem im Ausschuss war neu, dass das Haus als Kulturdenkmal eingetragen wurde. Das geschah bereits im März 2017, Landeskonservator Michael Paarmann nennt den Grund: Es sei das Werk des weltweit renommierten Architekten Gottfried Böhm, wohl sein einziges im Land. „Ohne Zustimmung des Denkmalschutzes dürfen wir hier nichts mehr verändern“, sagte Volker Schott, Technischer Leiter des Theaters, im Ausschuss. Bei jedem Vorhaben ist die Behörde zu beteiligen, die prüft, ob der Denkmalschutz berührt wird: „Uns geht es nicht in erster Linie darum, den Zustand von 1990 zu konservieren, sondern das Theater nach den Bedürfnissen der Öffentlichkeit zu entwickeln“, so Landeskonservator Paarmann. Das werde stets mit den Betroffenen abgesprochen – „in der Regel klappt das auch“.

Und was ist mit dem Projekt Störauf? Geschützt ist nicht nur das Gebäude, sondern auch das direkte Umfeld. Bürgermeister Andreas Koeppen hat keine Befürchtungen, dass das Vorhaben am Denkmalschutz scheitert: Es solle an einem modernen Bau etwas Modernes geschaffen werden, alles müsse harmonieren. „Insofern unterstreichen wir sogar noch unser schönes Theater in seiner Bedeutung.“ Michael Ruff, Vorsitzender des Vereins Störauf, sieht das Projekt ganz auf der Linie des Architekten: „Um das Theater herum vervollständigen wir die Ursprungsplanung von Böhm.“

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