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Weniger Mängel : Gute Zahlen in der TÜV-Statistik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

An Licht, Elektrik und Bremsen hapert es am meisten – doch immer mehr Autos sind auch mängelfrei. Mehr als 59 Prozent bekommen in der Itzehoer TÜV-Station ohne Probleme ihre Plakette.

Alle zwei Jahre zum TÜV – mehr als 59 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Wellenkamp die Hauptuntersuchung absolvierten, bekamen sofort eine neue Plakette. Bei mehr als 47 Prozent fanden sich gar keine Mängel am Wagen. Aber: 40,7 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor es nach einer Nachprüfung die Plakette gab. Absolut verkehrsunsicher waren nur 0,11 Prozent. Dieses Ergebnis der Auswertung hat der TÜV mitgeteilt. Und noch zwei Zahlen aus der Statistik: Das durchschnittliche Auto, das geprüft wurde, war zehn Jahre alt und hatte mehr als 124 000 Kilometer gelaufen.

Die Sachverständigen haben erneut einen gegenläufigen Trend festgestellt: Einerseits steigt die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln deutlich an, andererseits sind auch immer mehr völlig mängelfrei. Diese „TÜV-Mangelschere“ werde schon seit langem beobachtet, heißt es in der Mitteilung. Allerdings sei der Anstieg der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln nur bedingt auf deren schlechteren Zustand zurückzuführen. Denn wegen anderer Vorgaben gälten einige vormals geringe Mängel jetzt als erheblich.

„Die Hersteller bauen gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können“, sagt Jens Scheunemann, Leiter der Itzehoer TÜV-Station. Leider kümmerten sich viele nicht genug um die Wartung und die Pflege, ließen aus Bequemlichkeit oder Kostengründen regelmäßige Termine zur Inspektion oder Instandhaltung verstreichen und untersuchten ihr Auto auch nicht selbst vor Fahrtantritt. „Dann können schnell Mängel auftreten“, so Scheunemann. „Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen.“

Fehlendes Interesse für die Wartung zeigt sich in den Mängelgruppen: „Licht, Elektrik“ liege in der Statistik immer noch weit vorne – „und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist“. Oft gebe es mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug, insgesamt sei die Quote aber doch zurückgegangen. Auf den nächsten Plätzen in der Statistik folgen „Bremsen“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder, Reifen“.

Scheunemann empfiehlt auch einen Blick auf die TÜV-Plakette: Ist sie orange, wurde der Termin bereits verpasst, seit Jahresbeginn seien die „fälligen Plaketten“ blau. Nach spätestens zwei Monaten sei ein Bußgeld fällig, später kämen noch Punkte in Flensburg dazu.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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