zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 02:40 Uhr

Radlertest : Gute Noten für Kellinghusen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Störstadt ist im Ranking des Fahrradclubs mit einer Durchschnittsnote von 3,28 wieder Spitzenreiter.

Radler mit ihrer bunten Wetterkleidung sind die ersten Farbtupfer in der sonst noch winterlich gefärbten Landschaft. Die meisten von ihnen sind mittlerweile Alljahres-Radler. Für kurze Strecken bleibt das Fahrrad auch im Winterhalbjahr das Verkehrsmittel der Wahl. Die umweltfreundliche und gesunde Fahrrad-Mobilität erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht zuletzt aufgrund der Aktivitäten von ADFC-Landeschef Heinz-Jürgen Heidemann und seiner Radelfreunde treten große und kleine Leute vermehrt die Pedale. „Wir haben uns die Förderung des Radfahrens auf die Fahnen geschrieben“, sagt Heidemann.

Nieder schlägt sich die Velobegeisterung auch in der Beteiligung am jährlichen ADFC-Fahrradklima-Test. „Bei der Erhebung für das Jahr 2014 weist die Stadt die prozentual zweithöchste Beteiligung im Land auf“, zieht Heidemann Bilanz. Stolz darf die Kommune darüber hinaus auf die beste Durchschnittsbewertung sein. In vielerlei Hinsicht bietet sie offenbar ein erfreuliches Radelerlebnis. „Der Fahrradklima-Test liefert zwar kein wissenschaftliches Ergebnis“, unterstreicht Heidemann. „Aber ein verlässliches Stimmungsbild für die Situation vor Ort lässt sich ablesen.“ Gerade weil die Radmobilität in der Stadt alltäglich sei, werde sie nicht als Fremdkörper empfunden, und daher durchweg besser benotet als in allen anderen Städten in Schleswig-Holstein: „Kellinghusen ist im Ranking mit einer Durchschnittnote von 3,28 wieder Spitzenreiter geworden.“ Nur die Ammersbeker vergaben noch bessere Noten für die Radelfreundlichkeit in ihrer Kommune.

Vor Ort schnitten die Infrastruktur und das Radverkehrsnetz besonders gut ab. Die Innenstadt sei gut und zügig mit dem Rad zu erreichen, Wegweiser böten eine gute Orientierung, und Abstellmöglichkeiten seien in ausreichendem Maß vorhanden. Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern scheint kaum zu geben. Auch in der Frage der Sauberkeit von Radwegen urteilten die Befragten durchweg positiv. „Der Bauhof ist da sehr hinterher“, lobt Heidemann.

Trotzdem ist nicht alles eitel Sonnenschein. Im Keller landeten bei der Benotung die Breite der Radwege und deren Oberfläche. „Die Infrastruktur insbesondere mit den Zwei-Richtungs-Radwegen ist sehr stark überholungsbedürftig“, urteilt Heidemann. Diese Punkte sollten daher beim nächsten Gespräch mit der Amtsverwaltung sowie der zuständigen Kreisbehörde erörtert werden. Insgesamt habe sich die Radelsituation in der Stadt jedoch „erfreulich verbessert“, lobt Heidemann.

Als eigentlich abgehakte, aber nun wieder aufgebrachte Idee solle das Thema touristische Fahrradvermietung aufgegriffen werden. Laut Heidemann war die Einrichtung einer Fahrradstation, möglicherweise auch mit Reparaturbetrieb, bislang an der Trägerschaft gescheitert. Im Fahrradklimatest gab es dafür die (schlechteste) Note 4,7.

Einen Multi-Media-Einstieg in die aktuelle Radelsaison bietet der ADFC am Sonnabend, 21. März, um 19.30 Uhr im städtischen Bürgerhaus. Frank Spatzier wird dort in Bild und Ton über seine Fahrradtour nach Pommern und Masuren berichten.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen