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Einbruchschutz : Gute Nachbarschaft verschreckt Diebe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher. Doch man kann einiges tun, um sich gegen Diebe zu schützen. Polizei und kriminalpräventiver Rat geben Sicherheits-Tipps.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 04:45 Uhr

„Mit Sicherheit gut beraten“ – dieser Slogan weckte am Wochenmarkttag die Neugier vieler Bürger. Auch Katja Nielsen will wissen, was es damit auf sich hat. Gemeinsam mit Söhnchen Marlo (2) stattet die Kellinghusenerin dem Stand am Rande des Marktgeschehens einen Besuch ab. Im Gespräch mit den Polizeivertretern Henning Wendt und Wolfgang Wein erfährt sie, dass der Kriminalpräventive Rat der Stadt (KPR) und die Polizei in einer gemeinsamen Aktion über Einbruchschutz informieren. Sie habe in ihrer Straße ein sicheres Gefühl, sagt Nielsen. Die Gegend sei übersichtlich und: „Die Nachbarn schauen“.

Eine aufmerksame Nachbarschaft als wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit Einbruchschutz, unterstreicht auch Hauptkommissar Henning Wendt, Leiter der Polizeistation Kellinghusen und gleichzeitig Vertreter des KPR. Denn ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeute für Menschen jeden Alters einen großen Schock. „Das verloren gegangene Sicherheitsgefühl macht den Betroffenen häufige mehr zu schaffen, als der materielle Schaden“, weiß auch der Kollege Polizeihauptmeister Wolfgang Wein.

Neben dem Hinweis auf eine gute Nachbarschaftspflege hatten die Beamten vielfältige Tipps parat, wie Hausbesitzer und Wohnungsinhaber zur eigenen Sicherheit beitragen können. „Wichtig ist, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit zu schließen“, sagt Wein. Stets bedacht werden sollte darüber hinaus: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Zudem sollte die Haustür nicht ins Schloss gezogen, sondern der Schlüssel zwei Mal herumgedreht werden. „Bei einer Glastür den Schlüssel außerdem nicht von innen stecken lassen.“. Und, so ärgerlich es sein möge: „Bei Verlust des Haustürschlüssels muss der Schließzylinder umgehend ausgetauscht werden.“

In trügerischer Sicherheit wiege sich überdies, wer den Wohnungsschlüssel draußen verstecke. Einbrecher kennen jedes Verstecks und suchen im Zweifel, bis sie fündig werden. Angelockt würden dunkle Gestalten auch durch tags heruntergelassene Rollläden. „Sie sollten nur zur Nachtzeit geschlossen sein, weil sonst Abwesenheit signalisiert wird“, so Wendt. In Mehrfamilienhäusern sollte dafür gesorgt werden, das Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind. Allgemein gelte die Regel: Fremden gegenüber ein gesundes Mißtrauen zeigen. „Bei Klingeln nicht bedenkenlos die Tür öffnen, sondern besser den Türspion oder die Türhaltesperre nutzen.“ Für noch mehr Schutz sorgt der Einbau von sicherheitstechnischen Hilfen wie etwa Überfall- und Einbruchmeldeanlagen durch zertifizierte Fachfirmen. (Informationen unter www.polizei.schleswig-holstein.de, Link: Einbruchschutz). Beide Beamten räumen ein, daß die Polizei nicht überall präsent sein könne: Sie raten Bürgern deshalb, im Zweifel vom Notruf Gebrauch zu machen. Bei verdächtigen Wahrnehmungen insbesondere zur Nachtzeit – zum Beispiel klirrendes Glas – gleich die 110 wählen. Denn am nächsten Morgen sein die Einbrecher mit Sicherheit über alle Berge.

 

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