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Ein Jahr im Amt : Gute Atmosphäre legt Grundstein für gute Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klaus Rehder hat sich inzwischen gut eingelebt: Seit einem Jahr ist der 48-jährige Landwirt Bürgermeister in Hennstedt – und kann dabei ganz auf eine gute Gemeindevertretung bauen.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 08:12 Uhr

Erst hat er gezögert, da sich der Job als Bürgermeister nicht leicht mit seinem Beruf als Landwirt verbinden lässt. „Vor allem bei Sitzungen vor 19 Uhr wird es schwierig“, sagt er. Aber inzwischen konnte sich Klaus Rehder (48) in Hennstedt mit beidem arrangieren. Dabei hat ihm auch seine Erfahrung geholfen, denn er war vorher bereits 14 Jahre lang Gemeindevertreter, eine Periode auch als stellvertretenden Bürgermeisters, zuletzt als Vorsitzender des Bau- und Finanzausschusses.

„Am Anfang war es schon ungewohnt“, sagt er. „Obwohl ich ja länger dabei war, ist es als Bürgermeister schon eine andere Hausnummer, denn die Tätigkeit nimmt mehr Zeit in Anspruch.“

Sein Vorgänger Gerhard Hein hat ihm bei der Übergabe zur Seite gestanden, und „die Verwaltung vom Amt hat mich gut unterstützt. Viel Hilfe erhalte ich auch durch meine Stellvertreterin Sylvia Hauschildt, die mir viele Termine abnimmt.“

Mit dieser Hilfe kann Klaus Rehder die anstehenden Themen gut meistern. „Wir haben jetzt gerade die Vermarktungsphase Breitband abgeschlossen“, berichtet er. „Das war einigermaßen aufwändig, aber erfolgreich.“ 124 Verträge hätten es in dem 280 Haushalte mit seinen 592 Einwohnern umfassenden Dorf sein müssen. „Es waren sogar 142. Auf diesen guten Erfolg bin ich sehr stolz. Nun wollen wir die Breitbandversorgung auch für die Außenbereiche schaffen. Das ist nicht ganz zu machen, aber wir kommen nah heran.“

Bei der kostenaufwändigen Abwasserkanalsanierung sei gerade der erste Bauabschnitt in Gang. „Im vergangenen Jahr haben wir die Straßenabschnitte mit Inlinern ausgekleidet, auf einer Länge von 800 Metern sind wir fertig geworden.“ Um den Mischwasserkanal vom Oberflächenwasser zu entlasten, hat der Ort vor zwei Jahren begonnen, den durch das Dorf verlaufenden natürlichen Bullenbach wieder zu aktivieren. „Die halbe Strecke haben wir inzwischen geschafft. Wir sind jetzt mit dem zweiten Bauabschnitt beschäftigt.“ In dessen Verlauf muss auch die Tönsheider Straße – die Hauptstraße des Ortes – überquert und der nördliche Teil entwässert werden. „Einige Haushalte können aber bereits ihr Oberflächenwasser einleiten.“ Die Entlastung des Mischwasserkanals soll im Herbst fertig gestellt sein.

„Am Radweg Richtung Lockstedt möchten wir die Verkehrssicherheit erhöhen.“ In den Einfahrten wird die Sicht nämlich durch zugewachsene Knicks beeinträchtigt. Autofahrer sehen die Radfahrer manchmal zu spät, es hat schon Kollisionen gegeben. „Nun wollen wir mit dem Kreis abklären, die stark genutzten Einfahrten zu verbreitern und andere, die nicht benutzt werden, zu schließen.“ Fünf Einfahrten könnten geschlossen, fünf andere verbreitert werden, so dass die Radfahrer dann leichter gesehen werden.

In der Arbeit an all diesen Projekten stellte sich nach einem Jahr für ihn bereits heraus: „Die Atmosphäre ist gut. Wir sind eine relativ junge Vertretung mit Mitgliedern zwischen 35 und 50 Jahren, deren Zusammenarbeit sehr gut klappt.“

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