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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 16:41 Uhr

Gutachten für die Stadt-Wohnungen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zustand und Wirtschaftlichkeit werden im kommenden Jahr überprüft – Wankendorfer als Verwalter ist mit im Boot

von
erstellt am 24.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Knapp 400 Wohnungen in Itzehoe gehören der Stadt. Wie sollen sie entwickelt werden? Diese Frage soll im kommenden Jahr ein Gutachter klären.

Gerade hat sich eine Delegation des Rathauses gemeinsam mit dem Wohnungsunternehmen Wankendorfer, das den städtischen Bestand verwaltet, die Immobilien angesehen. Anlass war die Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge, und Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen nahm die Erkenntnis mit: „Es gibt keine Wohnung, die sich in katastrophalem Zustand befindet.“ Die Struktur der Häuser sei überall in Ordnung, auch wenn die Räume natürlich mal mehr, mal weniger abgewohnt seien. „In der Vergangenheit ist nicht gleichmäßig in den Bestand investiert worden, da gab es große Schwankungen“, so Koeppen. So sieht es auch Helmut Knüpp, Vorstandsvorsitzender der Wankendorfer: Einige Gebäude verlangten nach Investitionen in die Modernisierung oder Erhaltung.

Der Zustand und die Ertragsseite müssten Liegenschaft für Liegenschaft begutachtet werden, sagt Koeppen und betont: „Ich beabsichtige nicht, die Wohnungen zu verkaufen.“ Was der Gutachter feststelle, könne er nicht beurteilen, aber sicher sei auch nach Auskunft der Wankendorfer eins: Wenn renoviert werde, freuten sich die Mieter, und das Interesse an den Wohnungen steige. „Das sollte ein Ansporn sein.“

Zur Prüfung gehört auch die Frage der Wohnungsverwaltung. Aber nicht etwa, weil zuletzt ein Fehler in der Abrechnung in sechsstelliger Höhe abzuwickeln war. Die Wankendorfer erhalten ein festes Entgelt, die Verwaltung aber läuft über ein Treuhandkonto der Stadt. Als auf diesem Liquidität fehlte, rechnete die Wankendorfer nach und stellte fest, dass in den Jahren 2010 bis 2012 – zu einer Zeit, als die GVI als Verwalter noch nicht zur Wankendorfer gehörte – viele Aufwendungen nicht berechnet worden waren. Das ist nun geregelt, und Koeppen ist „heilfroh, dass wir die Wankendorfer haben“. Diese mache das, was sie versprochen habe, indem sie stark in ihren Bestand in Itzehoe investiere, der mit der Gemeinnützigen Wohnstätten-Genossenschaft GWG übernommen worden war. „Ein Gewinn für Itzehoe.“

Trotz aller Wertschätzung müsse aber geprüft werden, was dieser eigene Bestand für die Verwaltung der städtischen Wohnungen bedeute, sagt der Bürgermeister. Ganz normal sei da die Frage, ob Neutralität möglich sei: „Das müssen wir untersuchen und in aller Klarheit und Ruhe besprechen.“ Wankendorfer-Chef Knüpp sieht das entspannt: Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei sehr angenehm, er verstehe den Wunsch nach einer Begutachtung durch einen unbeteiligten Dritten. Das Unternehmen fühle sich nicht in seiner Kompetenz gekränkt und habe auch schon eigene Vorschläge für die Immobilien gemacht, die mit untersucht werden könnten. Knüpp betont: „Wir begleiten den Prozess natürlich gern.“

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