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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 13:34 Uhr

Ole Promaner : Gut verankert durchs Leben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit „Kneipe“, Konvent und einer besonderen Rede feiern die ehemaligen Primaner in Glückstadt ihr traditionelles Treffen.

Rund 250 ehemalige Primaner des Glückstädter Detlefsengymnasiums fanden sich zum traditionellen Primanertreffen an ihrer alten Schule ein.

Nicht nur aus Glückstadt und Umgebung waren die Ehemaligen angereist, sondern auch aus dem Süden Deutschlands. Nach einer zünftigen „Kneipe“ am Freitag wurde am Sonnabend der Konvent veranstaltet. Im Kollmaraner Fährhaus wurden wichtige Themen der Vereinigung der Olen Primaner besprochen. Traditionell endete diese Versammlung vor der Schule mit der Rede eines Mitglieds. In diesem Jahr hatte es Udo Krüger getroffen.

„Nu geiht dat los!“, verkündete er. Trotz Gewittergrummelns begann er vor den Toren des Detlefsengymnasiums. Doch bereits nach den ersten Sätzen setzte Regen ein und gemeinsam mit seinen Zuhörern zog der Redner ins Schulgebäude um. Sein Thema war der Anker. Eine schöne Rede wurde es, für die er anschließend von vielen Zuhörern gelobt wurde und in der er ganz anschaulich die Bedeutung des Ankers für jeden Einzelnen herausstellte. Und während er so über seine Erfahrungen und Erlebnisse referierte wurde ihm ein ums andere Mal ganz „unbewusst bewusst“, welche Funktionen und Weisheiten der Anker für ihn selbst und die Menschen bereit hält. Humorvoll schilderte Krüger, wie er in seiner Jugend, aufgewachsen in der Blomeschen Wildnis vor den Toren Glückstadts, mit den Werkzeugen seines Vaters einen Erdanker in den Marschboden schlug und bei dem Versuch, diesen wieder herauszuziehen, in einem matschigen Graben landete. Daraus zog er die Erkenntnis, dass es sich lohne, sich die Herangehensweise an eine Sache besser im Vorweg zu überlegen. Auch „unbewusst bewusst“ wurde ihm die Erkenntnis, etwas Kleines manchmal zu etwas ganz Großem gemacht wird, dass dann jedoch in sich zusammenfällt. Hierzu musste er sich nur an den Physikunterricht im Detlefsengymnasium erinnern und an ein Experiment mit einem Schokokuss und einer Vakuumglocke. Während seiner Zeit bei der Marine lernte er die Anker dann ganz wörtlich kennen. Seinen persönlichen Anker fand er bereits vor 22 Jahren in seiner Frau Birthe. Viele Menschen seien in der heutigen schnellen Zeit rast- und ruhelos, wüssten nicht mehr, wo ihr Ankerplatz sei und hätten keine feste Ankerverbindung mehr zum Boden. „Deshalb wünsche ich euch allen einen guten Anker, eine feste Kette und stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“, schloss er.

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