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Steinbeis : Gut gerüstet für schwere Zeiten in der Branche

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Geschäftsführer geben Einblick in das Unternehmen

Überall wird weniger Papier verbraucht. Ein Problem für die gesamte Papierbranche. Nur bei Steinbeis wird mehr produziert – in diesem Jahr 25 000 Tonnen Papier mehr als bisher.

„Fakt ist, dass es einen Rückgang gibt bei Zeitungen und Zeitschriften“, sagt Steinbeis-Geschäftsführer Dr. Michael Hunold zum allgemein abnehmenden Papiermarkt. „Mit Papier Geld zu verdienen ist schwer.“

Um gerüstet zu sein, hat das Recycling-Papier herstellende Unternehmen im vergangenen Jahr die  Papiermaschine modern umgebaut. Dadurch kann mehr Papier hergestellt werden und es wird Energie gespart. Ein Vorteil der neuen PM 6: Die Vielfalt bei den Sorten ist gestiegen. In zwei Jahren wurden am Standort insgesamt 37 Millionen Euro investiert.

„Wir legen entgegen des Markttrends zu“, sagt der zweite Geschäftsführer, Ulrich Feuersinger. Die ökologische Produktionsweise würde sich durchsetzen.

Beide Geschäftsführer haben das Ziel, dass trotz des sinkenden Marktes für Papier der Standort Glückstadt weiter wachsen soll. „In kleinen Schritten“, sagt Dr. Hunold.

Obwohl im vergangenen Jahr 273 000 Tonnen Papier hergestellt wurden, war durch sinkende Papierpreise der Umsatz um sechs Millionen Euro geringer als im Jahr davor. Das Betriebsergebnis lag dann bei 2,5 Millionen Euro weniger. Dies zeige die schwierige Lage der Branche. „Aber im Vergleich zu anderen Papierunternehmen sind wir gut aufgestellt“, sagt Dr. Hunold.

Dass weniger Papier verbraucht werde, zeige sich nicht nur in Deutschland. Steinbeis exportiert sein Recyclingpapier auch in andere europäische Länder. „Spanien und Italien haben ein negatives Wachstum.“ Die Arbeitslosigkeit sei hoch und deshalb werde beim Kauf von Zeitschriften gespart. Wichtige ausländische Märkte sind für das Glückstädter Unternehmen zudem England und Frankreich. Für den europäischen Markt gehen die Geschäftsführer davon aus, dass die Absatzzahlen zurzeit nicht ausbaufähig, aber zu halten sind.

Beide sind sich auch einig, dass die Konjunktur in Deutschland „vernünftig“ ist. Wobei das Thema Energie in den vergangenen Monaten belastend war. „Die Diskussion um die EEG-Umlage hat uns sehr beschäftigt“, sagt Dr. Hunold. „Was zuerst im Raum stand, hätte viele Arbeitsplätze gekostet – es wäre für uns existenzgefährdend gewesen. Wir sind froh, dass eine Lösung gefunden wurde. Wir haben zwar Mehrkosten, aber in einem Umfang, mit dem wir leben können.“

Bei Steinbeis wird auch in diesem Jahr investiert. Zum einen in die acht Millionen Euro teure Logistikhalle auf dem Areal im vorderen Bereich der Stadtstraße. Zum anderen geht es um weitere Projekte, zu der auch die elektronische Datenverarbeitung gehört. „Wir wollen unsere internen Abläufe optimieren“, erklärt Dr. Hunold zu dieser Investition, die bei zwei Millionen Euro liegt.

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erstellt am 15.Aug.2014 | 11:45 Uhr

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